Gelesen im April

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Kazuo Ishiguro: Alles, was wir geben mussten
Zum 2. Mal lese ich das Buch – quasi als Vorbereitung auf Ishiguros neues Buch „Der begrabene Riese“, das schon bei mir im Regal liegt. Im Original heißt das Buch „Never let me go“, was für mich tatsächlich viel besser das Gefühl des Buches transportiert. Ishiguro schreibt wunderbar klar und nüchtern, und trotzdem bringt er es mit wenigen Sätzen fertig, Bilderwelten zu wecken, Gefühle ausbrechen zu lassen und an Wänden im Kopf zu kratzen, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie da sind. „Alles, was wir geben mussten“ kreist um eine Situation, die man sich kaum vorstellen kann, und trotzdem ist fast jedem Leser schon nach den ersten Erwähnungen klar, was da im Schatten lauert. Dieses Spiel mit den Erwartungen, wie man gemeinsam mit den Figuren versucht, dem Unvermeitlichen zu entgehen, ist bewegend.
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