Pottkind in der Südstadt (Besuch in 2022)

Ich denke, es ist soweit, ich kann jetzt über meinen Besuch im Pottkind schreiben. Ich habe so lange gewartet, weil hier eine Carte Blanche serviert wird, d.h. das Menü kennt man vorher nicht und es soll eine Überraschung sein. Mittlerweile wurde es sicher geändert, also los. 

Ich bin jetzt offenbar ‘ne noble Lady, unter einem Stern lass ich mich nicht mehr ausführen. Aber mal im ernst: Eigentlich ist die feine Küche ja nicht so meine Spezialität, aber zu einem besonderen Termin darf auch mal gefeiert werden. Das Pottkind in der Kölner Südstadt hat einen Michelinstern und das Menü ohne Weinbegleitung kostet zurzeit 100 €.

Carte Blanche im Pottkind

Nochmal zur Carte Blanche: Das bedeutet, dass es im Pottkind im Voraus keine Speisekarte gibt. Man muss sich also komplett überraschen und auf das einlassen, was da kommt. Wenn man irgendwelche Allergien etc. hat, kann man vor dem Besuch Bescheid geben, so dass das Restaurant anders planen kann. Es gibt das Menu auch in vegetarisch, vegan aber leider nicht. 

Mein Besuch im Pottkind

In einer unspektakulären Seitenstraße am Chlodwigplatz in der Südstadt findet ihr also das Pottkind. Hübsch, aber bodenständig sieht es aus. Kein chi chi. Die besten Plätze sollen an der Bar sein, weil man da der Küche bei der Zubereitung zusehen kann. Für mich ist das aber nichts, ich saß lieber draußen. 

Unter anderem auch deshalb, weil ich im Juni da war und es schon über 30 Grad waren. Wir haben aus diesem Grund auch auf die Weinbegleitung verzichtet und uns mit Wasser zufrieden gegeben. Das war aber kein Problem. Nur als Aperitif habe ich ein Sauerbier mit Hibiskus getrunken. Das war sehr lecker und erfrischend. 

Auch der Service im Pottkind war wunderbar freundlich, authentisch und unprätentiös. Ich mochte besonders, dass man hier als “Einsteiger:in” zum Beispiel mit dem Besteck nicht überfordert wird, wenn man das sonst nicht gewöhnt ist. Zu jedem Gang wird einfach das gebracht, mit dem gegessen wird – also kein Rätseln darüber, welche Gabel man jetzt benutzen soll. Bei jedem Teller wurde uns kurz erklärt, was drauf ist und Fragen beantwortet. 

Das Menu im Pottkind

So, ich weiß ja, dass ihr eigentlich nur auf die Fotos vom Menü wartet. 🙂 Angekündigt waren fünf Gänge – mit Grüßen aus der Küche waren es aber schon acht und dann kamen noch drei kleine Desserts dazu. Es war also viel, man wird garantiert satt und natürlich war es auch richtig, richtig lecker. 

Hier also das Menü:

  • Gruß aus der Küche: Dampfbrötchen, Mimolette, Jalapeño
  • Gruß aus der Küche: Falsches Tartar, Saure Kartoffel, Gegrillte Paprika
  • 1. Auster & Taubenleber, Gegrillte Milch, Salat und Apfelferment
  • 2. Maisbrot, gesalzene Butter, Schinken
  • 3. Weißer Stör in Zucchiniblüte, geräucherte Kartoffelcreme und Beurre Blanc aus gegrillter Zitrone
  • 4. Emmer, wie Risotto, mit Radicchio, geriebenem Eigelb und Hefe
  • 5. Brust vom Landhuhn mit geschmortem Salat, Pflaume und Piemonteser Haselnuss
  • 6. Aprikose im Blätterteig, Kamdierte Tomnambur und Sonnenblume
  • Dessert: Fenchel & Fromage Blanc / Canelé / Schwarzes Gold

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