Sieben Minuten nach Mitternacht (Film- und Buchtipp)

Vor 2 Jahren habe ich ein Buch gelesen, das unangenehme Gedanken an die Oberfläche spülte und mich eine Nacht heulend zurückließ. Das war gut so – Katharsis, du gemeine, alte Dame. Ende des letzten Jahres durfte ich dann in einer kleinen Pressevorführung vorab den Film dazu sehen. Ihr kennt das Gefühl, wenn man die ersten Minuten eines Films zu einem Buch sieht, das man sehr mochte: Die Skepsis drückte mich in den Sessel und krampfte mir den Kaffee in die Hand. (Pressevorstellungen sind morgens.) Ich kann hier Entwarnung geben, der Film ist großartig. Aber seit der Vorstellung warte ich darauf, dass der Film endlich in Deutschland in die Kinos kommt. Erst hieß es März, dann Mai, dann hörte ich gar nichts mehr. Und meine Notizen schlummern hier weiter in einem Ordner und wollen raus. Offenbar war der richtige Zeitpunkt nie da. Der Film war vielleicht doch mal kurz in den Kinos, allerdings hat es niemand mitbekommen. Nicht mal ich, die darüber schreiben wollte.
Hier also mein Filmtipp zu einem Film, den ihr momentan nirgendwo sehen könnt.
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STAR WARS: Das Erwachen der Macht (2015), J. J. Abrams

Menschen, die Filme ungewarnt spoilern, gehören erschossen. (Auch wenn nicht jedes Detail eines Films ein Spoiler ist, aber darüber reden wir später noch mal.) Deshalb: dies ist eine Spoiler-Review, von vorne bis hinten. Wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt, erst ins Kino, dann hier lesen. Wenn dir das egal ist, auch gut. Dann lies, aber sag nachher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.
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Gravity (2013), Alfonso Cuarón

Gravity Press Picture

Ich war sicher nicht die einzige, die beim ersten Trailer von Gravity gleich die einzigartigen Bilder von Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ im Kopf hatte. Der Trailer sah so verdammt gut aus. Und vor allem so realistisch, dass ich mehr sehen wollte. Konnte es sein, dass ein neuer Film sich traut, sich auf diesen Vergleich einzulassen? Und dem vielleicht auch noch standhält?

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< / Pause >, < Kino > (Inside Llewyn Davis, Blue Jasmin, Only Lovers Left Alive, 12 Years A Slave, Dalles Buyers Club, Wolf Of Wallstreet, The Grand Budapest Hotel)

So, da bin ich also wieder. Der letzte Post ist ja schon ein paar Tage her. Kraaaaaank war ich und bin ich und da ist es schließlich nicht so gut, sich in Clubs und Hallen herumzutreiben. Deswegen musste ich auch zum Beispiel auf die Konzerte von Nadine Shah, Franz Ferdinand und Darkside verzichten… Schade!
Was aber zum Glück immer geht: Kino. Ist nicht anstrengend und gehustet wird aus Prinzip nicht. Passend zur Oscar-Verleihung, die ich natürlich geguckt habe und bei der ich natürlich mindestens einmal eingeschlafen bin ohne es zu merken. („Die haben den besten Regisseur vergessen! Skandal!“ „Nein, da hast du auch geschlafen.“)
Dieses Jahr habe ich sogar relativ viele Filme der aktuellen Oscar-Saison gesehen. Hier also ein kleiner Abriss an Filmtipps:
Ob Oscar oder nicht, die letzten Monate hatten es in sich. Scorsese, Coens, Jarmusch, Allen, Anderson? Schön.

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The World’s End (2013), Edgar Wright

worlds end

Wisst Ihr woran man merkt, dass man alt wird? Wenn man diesen Film lustig findet.
Zum einen kennt man Simon Pegg und Nick Frost schon seit Shaun of the Dead und ist ein bisschen mit den Filmen mitgewachsen. Zum anderen, ja ja ja, erwische ich mich selbst oft genug dabei, dass ich Freunde am Kragen packen möchte, um sie mal wieder mit zum Trinken zu schleppen. TRINKEN! Wie früher (TM). Leider sind jetzt alle Mutter, Vater, leben kalorienbewusst und vernünftig, und müssen früh raus.

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Cabaret (1972), Bob Fosse

Cabaret
Oh nein, ein Musical! Jajaja. Da singen tatsächlich Leute, schlimm. Und wie unrealistisch… (im Gegensatz zu allen Filmen, die gerade stattdessen so im Kino laufen). Aber verstehen kann ich es ja. Die meisten Musicals, besonders so ziemlich alles, was sich aktuell so bezeichnen darf, ist Grütze. Es gibt aber tatsächlich gute Filme, in denen getanzt und gesungen wird.

Cabaret ist von 1972 und keines dieser Musicals, vor denen man sich so sehr fürchtet. Niemand bricht hier plötzlich in Gesang aus, klärt uns detailliert über die Gefühlslage auf und holt uns aus der Realität des Films. Die Handlung wird durch Stücke aus der Cabaret-Show unterbrochen, die zur Handlung passen. Es sind also eher kleine Pausen.

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