Nicht Köln: Barcelona

Der Urlaub fängt auf dem Hinflug an, schreibt mir jemand, als ich in Köln im Flughafen warte. Das sollte mich etwas skeptisch machen, denn kurz danach teilt der Pilot uns mit, dass in Barcelona gestreikt wird. Er fliegt zwar los, weiß aber auch nicht, wie wir später an unsere Koffer kommen sollen. Im Gegensatz zu vielen anderen haben wir aber Glück und wir warten nur ein Stündchen. Alles gut, der Urlaub kann starten.
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Weiden. Oberpfalz.

Für meinen echten Job bin ich viel unterwegs und rede mir dann gerne ein, dass das ja eigentlich wie Urlaub ist. Letztes Wochenende zum Beispiel wieder. Da war ich in Weiden in der Oberpfalz. Ich bin ja tendenziell eher der Stadtmensch, da muss ich mir also wirklich den Urlaub einreden.
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Berlin 2015

Ach Berlin, was ist nur aus dir geworden? Ich lasse hier zwar noch immer gerne den Tag im Café an mir vorbei ziehen, entdecke neues Essen oder arbeite den ganzen Tag ohne Pause, aber wir wissen beide, dass wir nicht mehr die Gleichen sind wie noch vor ein paar Jahren.
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#rp15 – Republica in Berlin 2015

#rp15

Es ist Anfang Mai. Die Pollen fliegen und mich zieht es nach Berlin. Pünktlich zum Bahnstreik steige ich den Flieger und schaue in meinen vollen Terminkalender. Ich möchte euch ja hier nix erzählen, aber in dem Moment, als ich am Gleisdreieck ankomme, kommt die Sonne raus. Schwöre.

Um Dienstag Morgen nicht ewig anzustehen, geht es Montag inoffiziell schon los. Mit Musik. Und Bier. Und vielen netten Menschen. Republica ist ein kleines Festival inklusive Bändchen. Ich habe ganz schnell 50 Leute gesehen, die ich kenne oder kennen sollte. Heute lausche ich aber lieber gemütlich zwei Jungs am Nebentisch, die noch einmal ihren Vortrag proben. Jemand anderes erzählt, dass sie Meme-Kolumnistin ist. Ich bin zu Hause.
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Re:publica 2014 Rü:ckblick

republica2014

Drei Tage Menschenmassen, Netzthemen, Twitternamen als Selbstverständlichkeit, Bloggerpromis in allen Ecken und kein Problem, wenn man ohne Unterbrechung am Tablet hängt. Wie anstrengend so eine Konferenz ist, merkt man besonders am letzten Tag, wenn alle leicht erkältet und müde in den Panels sitzen.
Ich bin beruflich auf vielen Konferenzen unterwegs, aber keine ist so umfangreich, spannend und anregend wie die Re:publica. Da laufen teilweise 8 Vorträge und Workshops gleichzeitig, von denen sich mindestens die Hälfte superinteressant anhört… Wie gut, dass man sich im Nachhinein fast alles als Aufzeichnung auf YouTube ansehen kann.

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Kurztrip Berlin

Ach Berlin, du schon wieder. Dieses Jahr sehen wir uns wieder ein wenig mehr. Letztes Wochenende konnte ich zwei schöne Tage Berliner Luft schnuppern – ein ganz klassischer Babybesuch in Prenzlauer Berg. Wir müssen die Klischees ja mindestens bedienen.

Eine kleine Empfehlung vorweg: Wer mit einer kleinen Gruppe günstig in Prenzlauer Berg übernachten möchte, sollte sich die Pension Marie mal ansehen. Alles drin, alles schön, super zentral. Da gibt es dieses wunderbare Zimmer:

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und dazu ein kleines Zimmer, indem das hier die schönste Raumausstattung war:

2013-04-28 10.18.30

Egal, ich habe gut geschlafen. Das reicht mir.

Berlin ist günstig, auch wenn die Berliner uns das nicht immer glauben. Mein Kurztrip war aber spontan und deshalb auch etwas zu teuer für meinen derzeitigen Kontostand. Aber was nützt sparen, wenn die Freunde rufen.
Den ganzen Touri-Kram habe ich deshalb auch rausgelassen. Das Wochenende bestand aus spazieren, Kaffee trinken, Essen gehen. Zum Beispiel im Al Hamra.

Berlin 2013_3

Ok, ein bisschen Mauerpark am Sonntag musste dann doch sein.

Insgesamt war ich diesesmal überwältigt von Prenzlauer Berg. Der Frühling ist endlich da und alle müssen raus. Jedes Kind der Stadt wurde am Sonntag zum Helmholtzplatz geschleift, auf jeden Erwachsenen kamen mindestens 4 Kinder.
Ich mag die Kinderfreundlichkeit Berlins, oder dieses Bezirks. Die Bürgersteige sind breiter als die Straßen, es gibt überall Spielplätze und in jeder Straße Hunderte von Kindern. Gleichzeitig ist das aber auch sehr anstrengend. Gerade für jemanden OHNE Kinder. Bei Eltern entdeckt man ja häufig das Phänomen, dass sich plötzlich ihre komplette Existenz nur noch um den eigenen Nachwuchs dreht und sie gleichzeitig davon ausgehen, dass es bei allen anderen auch so ist. Ohne Kind fällt man da negativ auf. Und wenn man für einen kurzen Moment ein Café voller schreiender Kinde anstrengend findet, wird einem mindestens Unmenschlichkeit vorgeworfen.
Prenzlauer Berg hat sich durch die Kinderschar jedenfalls schon schwer verändert. Nicht nur all die schön sanierten Häuser und Straßen sind neu – plötzlich gibt es überall nur noch nette Eisdielen und Kindermodeboutiquen. Wo ist da eigentlich die nächste Bar (so mit richtiger unstylischer Theke) oder Club? Kann man in Prenzlauer Berg abends noch etwas anderes machen, als den Nachwuchs schläfrig spazieren oder schnell in einem Restaurant essen, bis der Babysitter nach Hause muss? Ich frage das mit aller Neugier.

Trotzdem komme ich immer wieder gerne her. Nicht unbedingt zum Wohnen, ich mag Köln wirklich gern, aber zum Gucken und Rumsitzen. Und Babys gucken natürlich. Ich freue mich jedenfalls schon zu sehen, wie der Bezirk in 10 bis 15 Jahren aussieht. Dann ist Prenzlauer Berg vollgepackt mit Teenagern, die mit tanzenden Hormonen durch die Starßen ziehen und sich nur auf Spielplätzen und in kleinen Cafés abreagieren können. Ich tippe auf Jugendgangs a la Rebel without a cause. Toll.

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