Ein paar Tage in Kopenhagen

Ich gebe zu, es ist schon 3 Jahre her, dass ich einen kleinen Urlaub in Kopenhagen verbracht habe. Aber seitdem gebe ich 1. noch immer Tipps, was man da so machen, gucken und essen kann und 2. vermisse ich es gerade und will bald wieder hin. Hier also meine Tipps für ein paar Tage in Kopenhagen. 

Gleich als Warnung zuvor: Kopenhagen und überhaupt Dänemark ist richtig teuer. Jetzt wahrscheinlich noch viel mehr als 2019, als ich mich dort rumgetrieben habe. Man kann dort überall mit Karte zahlen, aber umgerechnet werden müsst ihr im Kopf trotzdem, bevor ihr bei der Abrechnung aus allen Wolken fallt. Ein Euro sind im Moment ca. sieben Dänische Kronen. 

Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen

Starten wir gleich mit dem totalen Tourismus, aber der lohnt sich.

Nyhavn

Ja, das ist diese eine Hafenstraße, die auf wirklich jeder Postkarte aus Kopenhagen ist, aber sie ist auch einfach sehr, sehr schön. Und ein guter Ausgangspunkt für mehr, denn ich empfehle dort gleich mal eine Bootstour. Gerade wenn man nicht lange in der Stadt ist, gibt es vom Wasser aus alles Schöne zu sehen und man kann sich schon mal ein bisschen orientieren. Die großartige Architektur in Kopenhagen vom Wasser aus! Die Bibliothek, das Theater, die Oper, so schön! Und auf allen Touren fährt man auch mal an der Kleinen Meerjungfrau vorbei, die echt sehr klein und sehr unspektakulär ist und dann hat man sie mal gesehen, fertig.

Mit dem Boot durch Kopenhagen

Christianshavn

Christianshavn ist der Stadtteil gleich gegenüber von Nyhavn. Man geht einmal über die Brücke und hat schon wieder ein ganzes Viertel zum Bummeln. Hier gibt es viele Cafés und Restaurats, Hausboote zu bestaunen. Schön, schön. Zu Christianshavn gehört übrigens auch Christiania. Das ist die berühmte anerkannte, freie Kommune mitten in Kopenhagen. Eigentlich nur ein „Hippie-Viertel“, aber spannend für das Konzept. Ihr könnt da ruhig durchbummeln, aber seit nicht zu aufdringlich. Die Leute wohnen da ganz normal und ihr habt ja auch keine Lust, dass eine Touristenhorde in euer Küchenfenster schaut.

Nørrebro und Vesterbro

Interessante Stadtteile sind auch: Nørrebro (Studenten und Künstler) und Vesterbro (der neue Hipster-Stadtteil, sieht aber noch nach Arbeiterstadtteil aus. Da ist auch die Carlsberg Brauerei, falls ihr Lust auf eine Führung habt. Wenn euer Besuch wirklich nur ein Kurztrip ist, müssen diese beiden Stadtteile aber nicht auf die Liste. 

Zwei Sehenswürdigkeiten, die ich mir nicht angesehen habe

Der Tivoli ist ein Vergnügungspark mitten in der Stadt. Er ist schon 175 Jahre alt und hat somit ein ganz eigenes Flair. Ich war nicht da, würde ich mir aber ansehen.

Das Louisiana Museum of Modern Art soll eines der tollsten Museum für Zeitgenössische Kunst überhaupt sein. Es ist nur eine schnelle S-Bahn-Fahrt von Kopenhagen entfernt. Wenn ich das nächste Mal da bin, steht das ganz oben auf meiner Liste.

Die klitzekleine Meerjungfrau mit allen Touristen. Rechts mein Lieblingsbild, auf dem ich sie einfach komplett verdecke.

Essen gehen in Kopenhagen

Mein liebstes touristisches Hobby ist FOOD. Ich probiere mich gerne durch die Spezialitäten eines Landes, probiere alles mögliche, das mir empfohlen wurde, sitze in Cafés und lasse alles auf mich wirken. Hach, Urlaub. Hier sind die kleinen Schätzchen, die ich entdeckt habe.

Paludan Bog & Cafe

Ein riesiges Café mit Wänden voller Bücher? Da hat mich jemand verstanden. Das sieht einfach so gut aus dort, dass ich da ganze Tage verbringen möchte. Der Kuchen war ok.

Taphouse

Eine schöne Bar im Zentrum von Kopenhagen, die jede Menge Craftbier serviert. Da kann man sich durchprobieren, etwas ungewöhnliches ausprobieren oder einfach einen netten Abend verbringen

Milk

Habe ich spontan in einer Nebenstraße im Einkaufszentrum entdeckt. Ich dachte erst, das gehört zur Milk Bar von Christina Tosi in New York, ist aber nicht so. Eigentlich gibt es dort nur tolles Eis in so einem Berliner-Brötchen (oder wie immer man das sonst nennt). Mittlerweile gibt es das auch hier immer mal wieder, aber da habe ich es als erstes gesehen und it made my day.

a) In Kopenhagen isst man Hot Dogs b) meine Traum Baobuns c) Smorrebrod

Botons Food Court

In Kopenhagen gibt es überall Streetfoodmärkte und -plätze mit kleinen Buden, und sie alle sind toll. Dieser hier hat mich besonders beeindruckt. Er ist eigentlich ein Hinterhof, ein bisschen versteckt, der wunderschön aussieht (besonders am Abend mit Lichtern), angrenzend an ein Gebäude, in dem einfach auf mehreren Etagen kleine Lokale sind, bei denen man sich sein Essen holt. Geht auf jeden Fall zu Woodomi – da gibt’s die besten Bao-Buns, die ich je hatte. 

Gasoline Grill

Angeblich ist der Gasoline Grill das beste Burger in Town und ich kann das nur bestätigen. Der ursprüngliche Laden ist in einer alten Tankstelle – daher auch der Name. Die Burger sind simpel, zur Auswahl gibt es nur mit oder ohne Käse. Am besten ist man früh da, denn die verkaufen so lange, bis alles aus ist, und das passiert am Abend schon mal. Mittlerweile gibt es auch mehrere Standorte in Kopenhagen. Ich war auf einem Streetfoodmarkt gleich am Wasser in Christianshavn. Lecker!

Lagkagehuset

Ist eine Bäckerei-Kette mit den allerschönsten Gebäckkreationen. Da ist es nicht günstig, aber was ist schön günstig in Kopenhagen. Am liebsten hätte ich einmal alles, danke.

Und sonst so? 

Ich war im Frühling in Kopenhagen und hatte sehr viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien und ich bin spaziert, spaziert, spaziert. Meine Lieblingsorte waren aber immer irgendwo am Wasser. Immer wieder stehen da Liegestühle, soweit ich weiß einfach von der Stadt zur Verfügung gestellt, in denen man sich ausruhen und die Aussicht genießen kann. Das könnte ich jeden Abend machen. 

Weil alles so schön war, habe ich mir auch gleich gewünscht, mal im Winter wiederzukommen und mir die Stadt im Schnell anzusehen. Die Kopenhagener haben mir das gleich wieder ausgeredet: Hier gibt’s kein Schnee, nur Matsch. Ich muss mich da aber selbst überzeugen, glaube ich. Vielleicht wollen die nur im Winter die Stadt für sich haben. 🙂


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