Ein paar Tage in Málaga

Im März wurde die Sonnensehnsucht zu schlimm. Ich wollte dringend mal wieder auf’s Meer gucken und durch fremde Straßen spazieren. Málaga konnte diese Sehnsucht stillen und bekommt nur einen klitzekleinen Punktabzug (dazu aber später mehr).

Kurz ein paar Infos: Málaga liegt an der Costa del Sol in Andalusien, also in Spanien ganz unten auf der Karte. Hier gibt’s Strand und Stadt, drum herum ein paar Berge und normalerweise herrliches Mittelmeerwetter. 

Von Köln aus ging es mit Direktflug mal wieder viel zu früh am Morgen los. Der Flughafen in Málaga ist gleich neben der Stadt, da springt man in den Bus und lässt sich für 4 € ins Zentrum fahren. Alles easy.

Sehenswürdigkeiten in Málaga 

Die Altstadt

Wenn man wie ich nur ein paar Tage in Málaga ist, hat man gar nicht so viel Zeit für viele Sehenswürdigkeiten. Ich bin eh jemand, die gerne durch die Stadt schlendert und alles auf sich wirken lässt. Die Altstadt von Málaga ist dafür perfekt: Klein und doch groß genug, verschlungen und verwinkelt, und auch wenn man mal falsch abbiegt, kommt man immer irgendwo an. Bei vielen kleinen Geschäften und Lokalen zum Beispiel, oder der Kathedrale ganz zentral.

Die Kathedrale

Speaking of. Das hier ist die wunderschöne Kathedrale von Málaga. Mit vollem Namen heißt sie Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación. Ich könnte hier jetzt viel erzählen, dass sich in ihr verschiedene Stile vereinen, welche Kunst man dort gucken kann, der Chor mit den Orgeln sehr beeindruckend ist und überhaupt, aber es ist eigentlich wie in vielen Kathedralen: sie ist von außen und innen wunderschön, der Eintritt (6€ glaube ich) lohnt sich. Ach ja, und Voldemort habe ich dort auch gefunden. 

Picasso Museum

Der vielleicht berühmteste Sohn der Stadt ist Pablo Picasso, da muss es natürlich auch ein Museum ihm zu Ehren geben. Auf zwei Etagen gibt es hier jede Menge seiner Werke aus allen Schaffensphasen. Wie viel Spaß man da hat, hängt natürlich davon ab, wie sehr man seine Kunst mag. Ich habe dank Audioguide noch einiges gelernt – besonders zu einzelnen Bildern. Was stellen sie dar? Wie sind sie entstanden? Alles spannend. Und mit dem schönen Innenhof insgesamt ein tolles Museum.

Der Strand

So ein Strand an sich ist ja normalerweise keine Sehenswürdigkeit, aber für Meer war ich hier und dort kann man auch viel Zeit verbringen. Der Stadtstrand von Málaga heißt Playa de la Magueta und schmiegt sich direkt an den Hafen. Man kann sich also zusätzlich ein- und ausfahrende Schiffe ansehen oder auch die parallel dazu verlaufene Promenade mit Restaurants, Bars und Geschäften besuchen. Der Stand an sich ist schön breit, da hat man viel Platz zum Entspannen und Leute gucken. Im Wasser war ich im März noch nicht. Interessant fand ich übrigens auch, dass es gleich am Anfang der Promenade noch jede Menge alte Hochhäuser stehen, keine Hotels, sondern echte Wohnhäuser im Stil der 1970er und 1980er. Da lohnt sich auch ein Spaziergang. Um Málaga herum gibt es noch viel mehr Strände, die man wahrscheinlich am besten mit dem Auto erreicht. Mir hat der eine gereicht. 

Restaurants und Bars in Málaga

Die Altstadt von Málaga ist voller kleiner Restaurants und Bars und wir hatten gar nicht genug Zeit, um alle auszuprobieren. Besonders haben mir diese beiden hier gefallen: 

Bar Lateral Strachan

Direkt im Zentrum und nah am Hafen haben wir das Lateral entdeckt. Das sah so gut aus, da mussten wir uns reinsetzen. Die Karte ist vielversprechend und nicht ganz günstig, wir haben aber erstmal nur ein paar sehr leckere Tapas geknabbert. Und Cocktails getrunken! Hach, daydrinking. Ich mag Urlaub. 

Matiz

Das Matiz ist eigentlich die Bar und das Restaurant eines Hotels (Molina), aber auch hier hat uns wieder besonders die Einrichtung angezogen. Warum ist alles so hübsch in Málaga?? Gegessen haben wir hier nichts, dabei haben die auch ein Tasting Menu, das mich sehr interessiert. Merk dir das für den nächsten Besuch, Miriam! Die Cocktails aber waren schon mal grandios. Ich hatte den „Picasso“ mit Tequila, Grapefruit, Agave und Süßweinschaum und um ehrlich zu sein, könnte ich dort immer sitzen und mir die Leute anschauen. 

Rooftop-Bar ac Hotel 

Am Wochenende war eine ganz schön lange Schlange davor. Am Montag sind wir einfach rein gekommen. Schnell mit dem Fahrstuhl in dem obersten Stock und man hat den absolut schönsten Ausblick auf den Hafen und die Promenade. Oder hinten raus auf die Hügel und das Teatro Romano. What a view! Da war es mir auch völlig egal, dass die Stühle und Getränke eher billig wirkten. Wir haben gesessen und gestarrt und niemand hat uns gestört. 

Unser Hotel in Málaga

Unser Hotel in Málaga war super, deshalb kann ich das gerne empfehlen. Besonders der Ausblick aus dem Zimmer schlägt alles – aufwachen und auf’s Meer schauen, hach, ein Traum. Lasst euch nicht von dem seltsamen Namen abschrecken, es heißt Hotel Soho Boutique Las Vegas. Dafür sind die Zimmer frisch renoviert, groß und stilvoll eingerichtet. Das Personal ist super freundlich. Und wie gesagt, der Ausblick! Dafür würde ich schon wiederkommen.

Einen Stern Abzug

Ein wundervoller Urlaub war das und ich habe mich tatsächlich gleich in Málaga verliebt. Aber wie versprochen gibt es einen Wermutstropfen, denn ich habe mir Corona aus dem Urlaub mitgebracht. Ich habe wirklich keine Ahnung, woher ich mir das geholt habe, weil wir im Urlaub wirklich immer vorsichtig waren, draußen oder am Fenster gesessen haben, etc. Es kann eigentlich nur aus dem Flugzeug sein. Nun gut, Málaga kann da also eigentlich nichts dafür und Symptome hatte ich erst, als ich wieder zu Hause war. Wie das war, berichte ich dann später mal.


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