500 Album Challenge (001)

Nach den ersten 5 Alben meiner Challenge kann ich berichten: Ich mag es sehr. In dieser Runde hatte ich verschiedene Musikstile, habe Neues entdeckt und bin alten Lieblingen wieder begegnet. Hier also die erste Runde Alben und wie ich sie fand. Vielleicht wird sich das in Zukunft noch ein wenig ändern – die Reise ist ja lang. Falls es besondere Infos zu den Alben gibt, die ich noch ansprechen oder diskutieren soll, lasst es mich wissen. 

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500: Outkast – Aquemini

Oha. Da geht es schon los. Ich glaube nicht, dass ich das Album jemals ganz gehört habe. „Hey ya“ von OutKast ist ein Klassiker, das steht fest, aber all das kommt viel später. Aquemini ist von 1998 und vielleicht kennt der ein oder andere die Single Rosa Parks. Mein kleines Projekt fängt also gleich spannend an. Die Hiphop-Fans mögen nachsichtig sein – das ist nicht so ganz mein Genre. 

Was ich weiß: OutKast kommen aus Atlanta, gehören also keiner der West- oder Eastcoast-Strömungen an, die in den 1990ern den Hiphop dominieren. Trotzdem fängt das Album gleich mit dem üblichen Gangster-Gehabe an. Puh, da gibt es wenig langweiligeres für mich. Ich muss auch zugeben: Was mich bei Alben generell immer nervt, sind diese Rede-Skits. Ich verstehe ja, dass das zur Stimmung betragen soll, aber für mich unterbricht das einfach den Flow. Immer. Und hier haben wir EINE MENGE davon.

Insgesamt gefällt mir das Album aber ganz gut. „Rosa Parks“ ist ein toller Song. Der Rest ist eine gute Mischung aus verschiedenen Musikstilen, die alle genau richtig ineinander greifen. Bei „Skew it on the Bar-B“ will ich tanzen, „Aquemini“ ist angenehm entspannt. Die 1990er hört man dem Album schon deutlich an, aber was kann man schon gegen so eine kleine Zeitreise haben? 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Rosa Parks.


499: B.B. King – Live in Cook County Jail

Schon wieder Gerede am Anfang. Aber das hier ist ja auch ein Livealbum, da ist das ok. 

Was ich weiß: B.B. King ist Blues, das Album ist von 1971 und wurde live im Gefängnis eingespielt. Darauf sind hauptsächlich ältere Songs von King. 

Ich höre Live in Cook Country Jail an einem freien Tag bei ganz viel Sonne auf dem Weg in den Park. Und es passt perfekt – wie es wahrscheinlich auch an einem stürmischen Regentag passen würde. Der Livemitschnitt packt mich sofort, das ist richtig gut. Viel Gesang, viel Gitarre, guter Rhythmus. Den Text würde ich heute nicht mehr an jeder Stelle unterschreiben, das sind aber wie gesagt teilweise Songs aus den 1950ern. Mitten im Album gibt es sogar noch ein Medley, hach, das ist fast wie ein richtiges Konzert und meine Sehnsucht schwindet ein bisschen. Ein kleines bisschen.

Wenn nur ein Song, dann dieser: The thrill is gone


498: The Stone Roses – Stone Roses

Ha, hier kommt das erste Album, das ich kenne. Ich kannte mal einen sehr großen Fan der Stone Roses und habe die Songs da oft als Hintergrundmusik im Kopf gehabt. 

Was ich weiß: Das ist das Debut-Album der Stone Roses und war anfangs gar nicht so erfolgreich. Erst im Nachhinein wird es als eines der wichtigsten Alben auf dem Weg zum Britpop gehandelt, auch wenn die Stone Roses nie die Aufmerksamkeit von Oasis und Co. bekommen haben. Und: Die Stone Roses versammeln aber eine massive und hingebungsvolle Fanschar hinter sich. 

Um ehrlich zu sein: Ich mag das Album, aber so richtig gekriegt haben sie mich nie. Man hört die 1960er, man hört psychedelische Gitarrensoli, gleichzeitig spürt man das, was da in den nächsten Jahren noch aus England kommen wird. Das ist eine wunderbare Mischung, aber so richtig gehört es auch nirgendwo dazu. Vor meinem inneren Auge sehe ich Menschen in zu großen Karohemden und ungewaschenen Haaren, die durch graue Städte schlurfen. Dieses Album wäre mein Soundtrack dafür. Für mich bleibt es richtig gute Hintergrundmusik.

Wenn nur ein Song, dann dieser: She bangs the drums 


497: The White Stripes – White Blood Cells

Hier noch eine Premiere in dieser Liste – dieses Album besitze ich. Also irgendwo im Keller auf CD, aber ich habe es. Es ist also auch das erste Album, bei dem mein Herz merklich höher schlug, als ich es auf der Liste entdeckt habe.

Was ich weiß: Das hier war der (kleine) Durchbruch für die White Stripes 2001, besonders nach der Single „Fell in love with a girl“ und dem großartigen LEGO-Video.

Mein Herz schlägt höher, weil ich dieses Album von früher kenne, genau erklären kann man das aber natürlich nicht. Vielleicht ist es auch die gelungene Mischung aus Garagerock, Blues und ein bisschen Country. Man hört dem Album an, dass es schnell und ohne viel Schnickschnack aufgenommen wurde. Jack White könnte mir fast alles vorsingen und ich würde ihm glauben. Dazu kommt, dass Mag am Schlagzeug schon immer mächtig Eindruck bei mir hinterlassen hat. Das tritt hier nicht nur begleitend bzw. als Rhythmusgeber auf, sondern ist Teil der Songs. Hört mal genau hin. Die meisten Songs sind kurz und laut, scheinen fast ein wenig improvisiert und unfertig, wenn sie sich kurz an einem Gedankengang festbeißen. Neben „Fell in Love with a Girl“, vielleicht der Grund, warum viele von uns den White Stripes verfallen sind, mag ich auch besonders „Hotel Yorba“ und „We’re going to be friends“.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Fell in love with a girl.


496: Boz Scaggs – Boz Scaggs

Ist es schlimm, dass ich noch nie von diesem Menschen gehört habe? Als ich den Namen in der Bestenliste gesehen habe, dachte ich direkt an Gangsterrap. Tja, stattdessen grinste mich auf Spotify ein schlaksiger Mann im dunklen Anzug an.

Was ich weiß: Absolut nichts. Da muss ich Wikipedia kurz anschmeißen und erfahre, dass es Blues/Soul von 1969 ist. 

Da habe ich gleich den neuen Soundtrack für meinen Sonntag gefunden. Ich tanzte durch die Wohnung während ich spüle, koche und aufräume. Das Album läuft in Schleife dazu. Es ist wunderbar leicht und bringt mich zum Lächeln. Mehr will ich heute gar nicht. „I’m easy, und „I’ll be long gone“ sind toll. In der Mitte wird es mir ein bisschen zu langsam und auch das Jodeln bei „Waiting for a train“ brauche ich nicht unbedingt. Wikipedia verrät mir auch noch, dass „Loan me a dime“ der wichtigste Song des Albums ist, aha. Ich mag es so als Ganzes, schon eine erste schöne Überraschung für meine 500 Alben-Challenge.

Wenn nur ein Song, dann dieser: I’ll be long gone.



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