Walk The Moon im Luxor

Vor 5 Jahren habe ich Walk The Moon schon einmal live gesehen und fotografiert. Da haben sie mich mehr als positiv überrascht. Sie waren mehr als eine typische Teenieband – die Songs machten Spaß, die Show war großartig und die Fans toll. Damals habe ich geschrieben, dass die Jungs größere Hallen verdienen, weil sie die Power dafür haben. 5 Jahre später haben Walk The Moon nun ihr viertes Album veröffentlicht und endlich einen gern gespielten Radiohit. Leider musste das Konzert wegen den schleppenden Kartenverkäufen von der Live Music Hall ins Luxor verlegt werden.

Von potenziell 1300 Leuten runter auf 500, das ist bitter. Trotzdem haben sich das Walk The Moon nicht anmerken lassen. Das Luxor platze aus allen Nähten, auch bis ganz hinten standen die Leute dicht gedrängt und konnten dort vermutlich überhaupt nichts sehen. Die Stimmung war trotzdem gut. Ganz vorne, wo ich mich mit der Kamera in die zweite Reihe gedrängt hatte, umgaben mich eine Horde junger Damen, die sich wie es sich für ein Walk-The-Moon-Konzert mit viel leuchtenden Farben im Gesicht in Schale geschmissen hatten. Alle aufgeregt, alle laut und glücklich. Das war genau die Stimmung, die das Luxor an diesem Abend brauchte.

 

 

Lasst mich euch etwas über Boybands erzählen: Normalerweise ist das Fotografieren dort ganz schlimm, weil man vor lauter Smartphones die Bühne nicht mehr sehen kann. Weil man sich nicht durch die Teenager-Schar kämpfen kann, weil sie heulend nicht Platz machen können. Weil im allgemeinen Hormongewusel überhaupt niemand etwas von der Show mitkriegt. Bei Walk the Moon ist das zum Glück nicht so. Nun gut, auch hier schlagen die Herzen schneller und die Fans sind textsicher bis auf das letzte Wort, aber zusätzlich machen diese Konzerte wirklich Spaß. Die Fans haben getanzt und gefeiert als müsste morgen niemand früh raus, und was vielleicht am aller, aller schönsten war: Ich habe fast keine Smartphones gesehen.

 

 

Fotografieren war schwer, das stimmt. In der kleinen Location ohne ganz nach vorne zu kommen, konnte ich gerade mal ein paar Porträts durch die Arme hindurch schießen. Dazu war das mal wieder ganz, ganz schlimmes Licht (für mich). Warum lassen Bands Fotografen zu, wenn sie dann gar kein Licht, blauen Nebel und oder komplettes Rotlicht machen? Werde ich nie verstehen, aber macht auch nichts. Hat ja trotzdem einigermaßen geklappt.

 

 

Hier also Walk The Moon. Ganz anders als noch vor 5 Jahren. Nicht mehr so spontan und überrascht von der Resonanz. Aber auch, wenn das Luxor wirklich nicht der passende Ort für die Band und das Publikum war – das war ein guter Abend. Walk The Moon machen Spaß.

 


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Kommentar(e)
  1. Hallo Miriam,
    wie lustig, dass ich jetzt durch Zufall diesen Blog gefunden habe, weil ich auf der Suche nach der Größe der Konzertlocations in Köln war. 😉
    Habe dich dann bei Walk The Moon sogar gesehen, dass aber nicht realisiert. ^^*
    Ich hatten über deine Arbeit mit anderen Medien 😉 sehr netten Kontakt und habe mich immer sehr über die Bücher gefreut.
    Schön zu lesen, dass du genau wie ich begeisterte Konzertgängerin bist. =)
    Alles Liebe
    Svenja

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