Meine Woche: mit Corona

Überraschung, wir haben Pandemie. Auch wenn die meisten bei sinkenden Zahlen gar nichts davon hören wollen, aber die wird nun mal noch ein bisschen bleiben. Genau zwei Jahre nach dem wir alle ins Home-Office verschwunden sind (also die, die es konnten), habe ich es mir auch eingefangen. Und weil das uns wahrscheinlich noch allen passiert, berichte ich hier mal, wie es bei mir war.

Es ist März, es ist herrliches Wetter, und ich mache einen Kurzurlaub in Málaga. Keine Ahnung, ob ich es daher habe oder einmal durch Europa getragen habe. Mein letzter negativer Test war jedenfalls einen Tag vor Abflug am Freitag. Als ich Mittwoch-Morgen wieder in meinem eigenen Bett aufgewacht bin, fühlte ich mich ein bisschen halskratzig und habe einen Test gemacht. Sofort posotiv, der zweite Strich konnte gar nicht schnell genug leuchten. Die ersten kleinen Symptome wurden dann stündlich schlimmer. Weil ich trotzdem sicher sein wollte, bin ich zum Testzentrum gegangen.

PCR-Test vom Testzentrum

Ich habe im Testzentrum Bescheid gesagt, dass mein Test zu Hause positiv war, damit sie vorgewarnt waren. Die haben dann noch einen Schnelltest gemacht und als der auch positiv war, einen PCR-Test gleich hinterher. Das positive Ergebnis kam dann am Abend per Mail, bis dahin war ich schon in Quarantäne und es ging mir immer schlechter.

Corona: meine Symptome

Ich bin geimpft, geboostert, alles was geht. Und als es richtig los ging, war ich gleich noch mal viel dankbarer dafür. Bei mir schlägt jede Art von Erkältung immer gleich auf die Lunge, und so konnte ich mir schon denken, dass mich da der Husten meines Lebens erwartete. Der wurde dann tatsächlich über die ersten Tage immer schlimmer. Geschlafen habe ich in der Zeit im Sitzen und wenig (meine Hausärztin sagte, ich solle keinen Hustenstiller nehmen). Dazu war meine Nase so zu, dass alles weh tat, Hals, Ohren, Kopf, Zähne. Ist super, wenn der Husten dann wieder losgeht. Naja, so eine Woche lang war das alles also wie eine sehr harte Erkältung, danach ging es langsam wieder bergauf. Zum Glück hatte ich sehr liebe Menschen, die nach mir geschaut und mich mit dem nötigsten versorgt haben. Und einen schnellen Lieferdienst. 

Freitesten und Quarantäneregeln

Zu dem Zeitpunkt als ich Corona hatte, sah die Quarantäneregel so aus: zehn Tage muss man isoliert bleiben, nach sieben Tagen konnte man sich freitesten, wenn man schon zwei Tage symptomfrei war. Bei mir war das alles egal, weil mein Test erst nach elf Tagen nicht mehr positiv war. Gefühlt habe ich mich da noch nicht, als müsste ich dringend unter Menschen, also bin ich nur ein bisschen spazieren gegangen.

Die Freundin, mit der ich im Urlaub war, hatte einen Tag später als ich einen positiven Test. Wundert nicht, schließlich habe ich mit ihr die ganzen vier Tage verbracht und wir haben in einem Bett geschlafen etc. Sie hatte es aber zum Glück nur recht leicht und konnte sich auch früher freitesten. Ich rede mir also gegen mein schlechtes Gewissen ein, dass ich sonst niemanden angesteckt habe, weil ich mit anderen Menschen immer Maske getragen habe.

Unterm Strich bleibt: ich hatte Corona, es kommt bestimmt irgendwann wieder, aber ich hoffe, dass mein Körper mit jedem Kontakt besser gewappnet ist. Ich bleibe vorsichtig, denn das brauche ich tatsächlich nicht noch mal. Zum einen natürlich wegen der körperlichen Beschwerden, zum anderen aber auch, weil das ganz schön mental anschlägt. Zwei Wochen ohne Menschenkontakt und mit Sorgen um den eigenen Körper sind nicht immer so easy wegzustecken. Ich denke mal, dass wir uns in den nächsten Jahren wie für die Grippe jährlich gegen aktuelle Varianten impfen lassen können, und ich werde das gerne annehmen. Ich mache das gegen die Grippe auch schon seit Jahren. (Verstehe wirklich nicht, wo Menschen da ein Problem sehen, aber naja. You do you.)

Ich wünsche jedenfalls allen, die das hier gerade lesen, weil ihr Test positiv ist, gute Besserung und viel Kraft. Und an den Rest: passt auf euch auf und seid lieb zueinander. 


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