Kölner Konzertsäle: Das Gebäude 9

Hach, Gebäude 9, du Sorgenkind für uns Kölner Konzertgänger:innen. Nicht nur bist du da in Deutz auf der rechten Rheinseite ganz abgelegen und versteckt, auch sollst du ständig abgerissen werden und Platz machen für neue, schicke Wohnungen. (Und mit dir natürlich auch die schönen anderen Gebäude mit all der Kunst, Musik und Kultur.)

Drangsal im Gebäude 9

Warum die großen Pläne der langweiligen Immobilienmenschen und Stadtplaner nicht funktionieren? Weil wir das Gebäude 9 brauchen. Nicht nur für Konzerte, auch die Partys da in der versteckten Ecke Kölns sind richtig gut. Und das sage ICH, die seit zweitausendweißnich nicht mehr in richtigen Clubs gesichtet wurde. Wer nicht so auf Elektronisches steht, sondern lieber zu Gitarren und seltsamen Zeug die Beine bewegt, sollte sich das Programm HIER mal angucken. Legendär sind zum Beispiel der Tanzclub Ost oder die Balkan Beats, und ich erinnere mich, dass es hier auch mal Live-Metal-Karaoke gab – also mit richtiger Band und in laut.

Auch in der Bar des Gebäude 9 habe ich noch nie unangenehme Leute kennengelernt; eher das Gegenteil. Aber das alles nur als Info, damit ihr wisst, wie gerne wir das Gebäude 9 haben – es geht hier schließlich um Konzerte. 

Ash im Gebäude 9

Konzerte im Gebäude 9

Und das hier ist der eigentliche Grund, warum das Gebäude 9 nicht verschwinden darf. In der perfekten „kleinen“ Größe sind ganz oft die Künstler anzutreffen, die schon bald über größerer Bühnen fegen. 400 Menschen passen in den Saal. Ältere Konzertgänger:innen konnten hier schon die Foo Fighters oder White Stripes sehen, bevor sie ganz groß wurden. Ich selbst habe hier Lana Del Rey und Drangsal auf ihren ersten Touren gesehen. 

Das Gebäude 9 ist eher ein Schlauch, daher gibt es die besten Stehplätze im entweder ganz hinten, weil man dann schnell an die Bar im Raum davor kommt, oder ganz vorne an der Bühne, weil man da am besten sehen kann. Ihr könnt euch da ruhig durchkämpfen. Ich sehe es ganz oft, dass Leute so in der Mitte des Raumes stehenbleiben, weil sie denken, vorne sei es viel zu voll. Wenn keine Teenie-Band spielt, ist eigentlich immer genug Platz.

Anfahrt und parken

Wer mit der Bahn kommt, hat es leicht, aber noch einen ordentlichen Fußmarsch vor sich. Steigt am besten an der Kölnmesse aus (Linie 3 oder 4), und lauft dann die Deutz-Mühlheimer-Straße hoch an der Messe vorbei. Ich schätze mal, da seid ihr noch 10 Min unterwegs. (Oder ihr nehmt euch ein Leihfahrrad oder E-Scooter für das Stück.)

Mit dem Auto ist die Sache schon ein bisschen anstrengender. So einen richtigen Parkplatz gibt es nicht, glaube ich. In den Straßen drum herum findet man aber immer mal wieder einen freien Platz, munkelt man. 

Fortuna Ehrenfeld und Walk The Moon im Gebäude 9

Vor und nach dem Konzert

Da das Gebäude 9 ziemlich ab vom Schuss ist, kann ich euch außer einer Büdchenparty gleich in der Nähe nichts anbieten. Fußläufig schafft man es natürlich zum Deutzer Bahnhof und hat da eine schöne Auswahl an Restaurants und Kneipen. Ich empfehle da gerne das Café Especial für gutes mexikanisches Essen und eine riesige Tequila-Karte. Wer ein Brauhaus sucht, geht ins Lommersheim. Den schnellen Hunger kann man auch bei Subway oder McDonalds im Bahnhof selbst stillen. 

Da das Gebäude 9 in der Regel nicht die ganz großen Stars auf die Bühne bringt, weiß ich nicht, ob jemand anreist und ein Hotel braucht. Falls doch habt ihr hier Glück, denn gleich neben der Kölner Messe gibt es davon natürlich jede Menge. (Die könnten aber auch übertrieben teuer sein, wenn gleichzeitig eine große Messe ist.) Versucht es mal im Essential by Dorint Art Cologne oder das Motel One an der Kölnmesse. 

Hier geht’s zum aktuellen Programm im Gebäude 9


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