Vorband Love

Vorbands. Ja, genau – Vorbands. Das ist ja auch so ein Thema. Eigentlich versuche ich immer, die Vorband auf einem Konzert auch mitzubekommen. Oft sind die eigentlich ganz gut, gelegentlich richtig richtig schlecht, die meiste Zeit aber kann man sich schon nach dem Konzert nicht mehr so richtig an die Vorband erinnern, wenn man nicht beschließt, noch beim Merch vorbei zu schauen.

Viele Zuschauer hören sich ein Paar Takte der Vorband an, um dann doch noch mal schnell draußen eine rauchen zu gehen oder sich noch ein Bier zu holen. Und bei manchem anderen ist da dieser Gedanke: Was, wenn die mal ganz ganz groß werden? Sagen zu können: „Ich habe [hier supercoole Band einfügen] ja schon live gesehen, als die als Vorband von [hier irgendwen eintragen, der eine supercoole Vorband haben könnte] waren!“ Ha! I listen to bands that don’t even exist yet.

Hier ein paar der Vorbands, von denen es sich gelohnt hat, Bilder zu machen:

Ahzumjot (Support für Gym Class Heroes)

Astairre (Support für Kasabian)

Elle King (Support für Of Monsters and Men)

Weekend (Support für The Kills)

Kids at the Bar (Support für The Sounds)

Ghost Poet (Support für TV on the Radio)

Admiral Black (Support für Boots Electric)

Big butts at the movies

Ich wundere mich gelegentlich, wenn Leute einfach so unglaublich viel Zeit haben. Und ich bewunderer es sehr, wenn Sie dann auch noch etwas sinnvolles mit dieser Zeit anstellen, und nicht nur das Fernsehprogramm auswendig aufsagen können oder nicht mal wissen, was sie so den letzten Monat getan haben.

Wie sinnvoll es ist, Baby got back aus knapp 300 Filmen zusammenzuschneiden, sei mal dahingestellt. Egal, I salute you for doing it.

gefunden bei den Filmfreunden.

Marilyns Jahrestag

Heute ist Marilyn Monroe 50 Jahre tot.

Als eine Ikone unserer Zeit – wie James Dean, Elvis Presley und vielleicht Kurt Cobain – wird ihr Gesicht so ziemlich auf alles gedruckt, das man sich vorstellen kann, am liebsten auch alle zusammen, und das hängt dann in Kinosälen, Hautarztpraxen und über der Wohnzimmercouch.
Marilyns Gesicht, ihre berühmtesten Fotos, sind bekannter als jeder Film oder jeder andere Schritt in ihrer Karriere je sein wird. Und mit jedem Jahr, das vergeht, werden die Filme unbekannter.

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Konzerte im August

Die Konzertübersicht muss wohl ausfallen diesen Monat.
Nix ist los. Ich werde vielleicht zur Gamescom gehen und dort ein paar Fotos machen, aber so richtig motiviert bin ich nicht.
Der August ist hiermit der offizielle No Concerts Monat. Sind auch alle auf Festivals unterwegs.

Gibt es also diesen Monat keine Ankündigungen und keine Videos. Aber vielleicht habe ich dafür Zeit mal wieder auf Konzerte von Minibands zu gehen, von denen ich noch nicht mal den Namen kenne… Ich werde berichten.

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Alabama Shakes



Man stelle sich folgendes Szenario vor: Miriam hört ein paar Songs von einer Band und ist ziemlich beeindruckt von der Stimme der Sängerin. Mehr aber auch eigentlich nicht, denn der Stil ist so gar nicht ihrer. Als sie dann hört, dass besagte Band Köln besucht und man munkelt, dass sie eine hervorragende Liveband sein sollen, schnallt sich die Gute dann aber doch die Kamera um, um sich das mal anzusehen.

Die Kölner Live Music Hall war am 12.07. voll, aber ich habe sie schon vollgequetschter gesehen. Netterweise hörte der Regen mal für ein paar Stunden auf, so dass man auch noch gemütlich draußen sein Bier trinken konnte. Insgesamt war das Publikum sehr angenehm gemischt – Hipstercrowd, die typischen Konzertgänger, alte Blueser, Typen mit langen Haaren, alte Bekannte und Menschen, die ich schon mal irgendwo gesehen habe.
Die Alabama Shakes scheinen sich also schon einen gewissen Ruf aufgebaut zu haben, und das ohne die ganze Zeit im Radio zu laufen, wie es sonst bei den Bands ist, die plötzlich in der Live Music Hall spielen.

Beim Fotos machen, bekommt man ja nie so viel davon mit, was eigentlich grade auf der Bühne passiert. Wenn man sich zu sehr auf’s Optische konzentriert, läuft alles Akustische nur so mit. Was ich aber gleich merkte: Wow, die Frau kann singen. Und zwar nicht nur so ein bisschen. Wahrscheinlich fühlt man sich so, wenn man das nicht so ganz erwartet hat und dann von so viel Talent vor den Kopf gestoßen wird. Auf der CD ist das jedenfalls bei weitem nicht so gut, und so herum hat man das ja auch eher selten.

Nach den obligatorischen drei Liedern fotografieren habe ich mir einen Platz am Rand gesichert, weil ich meine Begleitung nicht mehr gefunden habe, und bin anscheinend in eine große Fan-Truppe geraten. Die Damen und Herren haben gefeiert, getanzt und ihre Stimmung mit zahlreichen Hilfsmitteln nachgeholfen. Zu Beginn war die Musik auch wie erwartet nicht meine Richtung – richtig gut, aber eben nicht so meines. Je länger das Konzert ging, desto mehr gefiel es mir aber. Sei es, dass die Band mehr und mehr den alten RocknRoll oder ein bisschen Funk auspackte, die Begeisterung der Fans ansteckend war, oder diese verdammt gute Stimme mich nach jedem Stück auf’s Neue überrascht hat. Ich werde mir die CD jetzt auf jeden Fall noch einmal genauer anhören – besonders, um dieses eine Lied zu finden, das ich am besten fand, und von dem ich keine Ahnung habe, wie es heißt…