Pretty fly for a Wifi

Mein WLAN funktioniert nicht.
Letztens noch habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten, dass das mittlerweile genauso schlimm ist, wie Strom- oder Wasserausfall. Ich brauche mein WLAN. Ich höre damit Musik, gucke Filme, informiere mich, kommuniziere und kann ohne Internet auch kaum arbeiten.
-Ach, das ist doch traurig, oder? sagte meine Freundin.
Warum eigentlich? Ist es traurig, dass wir so abhängig sind von Strom und Wasser? Wenn bei mir einen Tag das Wasser ausfällt, sage ich auch nicht: Wie traurig, diese Abhängigkeit. Duschen, spülen, kochen, waschen, geht jetzt alles nicht.
Ich brauche mein Internet. Vom meinem Anbieter habe ich eine neue Box bekommen, mit der jetzt alles noch viel schneller und toller laufen sollte. Sollte. Ich habe alles brav angeschlossen, noch vor meinem ersten Kaffee, und jetzt sitze ich hier.
Die Box denkt.
Und blinkt.
Alles leuchtet grün, dann kurz rot, dann beginnt alles wieder von vorne.
Und ich warte darauf, dass der kryptische Netzwerkname in meiner Liste auftaucht.

Einen Kaffee später und ich blicke vorsichtig in die Netzwerkliste. Da ist er. I’m back, Baby.
Ich habe nicht nur ganz alleine das Internet, das Telefon, den Fernseher und sonst alle Geräte angeschlossen, sondern auch noch den Netzwerknamen geändert und ein Gast-WLAN eingerichtet, damit meine Freunde das ganz für sich haben.
Schöne neue Welt. Ich schwimme durch YouTube, blogge meinen Erfolg und drehe dann Spotify auf für die Hausarbeit. Das WLAN funktioniert.


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Meine Woche – Trinken am Donnerstag

Meine Woche - Blog aus Köln

Wenn die Woche am Montag um 8:00 Uhr mit einem Zahnarztbesuch beginnt, gibt es eigentlich ja nur noch Potenzial nach oben. Wie konnte ich mich nur darauf einlassen?
Zum Glück überstehe ich Kontrolbesuche recht schnell und angstfrei und meine Zahnärztin versicherte mir wieder einmal, dass ich auf einer höheren Evolutionsstufe angekommen bin, da ich keine Spur von Weisheitszähnen habe. Nüscht. Die müssen daher auch niemals raus. Das könnte ja gleich ein bisschen glücklicher machen.
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#München und Angst

Das war es also? Den ganzen Abend zittert das ganze Land, eine Stadt steht still, niemand kommt rein oder raus. Auf Facebook fragt man sich gegenseiteig, ob alles in Ordnung ist, in den Kommentarspalten schreit man nach dem Militär oder schlimmerem. Und das alles, weil ein labiler Teenager in einem Kaufhaus in München um sich geschossen hat.
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