Konzert am Sonntag: We were promised jetpacks

Wenn ich mir einen Akzent aussuchen müsste, den ich ab jetzt als einzigen immer und ausschließlich hören müsste, wäre es sicher schottisch. Auch wenn ich dann nicht mehr alles verstehe. Den Ausschlag für meine Liebe des rollenden Rs gab dieser Mann bzw. diese Band: We were promised Jetpacks. Vor fünf Jahren konnte ich nicht genug kriegen von ihrem Album „These four walls“ und als ich sie dann im Gebäude 9 live gesehen habe, war es sowieso um mich geschehen. Adams Gesang rast bei mir auf schnellstem Weg von den Ohren durchs Hirn ins Herz und an den Beinen wieder raus. Der Mann schreit durchdringend, ob mit oder ohne Mikro, eigentlich egal. Das richtige für einen zu ruhigen Sonntag.



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We Were Promised Jetpacks (Gebäude 9)

Das hier ist eine echte und dringende Empfehlung! Ich war dieses Jahr auf vielen Konzerten, auch vielen guten Konzerten – das hatte ich nicht erwartet.


We were promised Jetpacks sind eine Band aus Schottland, die als Schülerband angefangen haben und sich seit 2003 nach oben spielen. Ich habe Sie, glaube ich, durch den Song „Quiet little voices“ entdeckt, den ich gleich sehr mochte. Irgendwann habe ich mir das Album These Four Walls geholt. Es ist ein gutes Album, ich höre es ab und zu, ich mag den Akzent des Sängers sehr. Es hat mich aber nie so gefangen genommen, dass ich es die ganze Zeit und immer hintereinander hören musste.

Als We were promised Jetpacks das letzte mal in Köln waren, konnte ich leider nicht. Deshalb habe ich mich umso mehr auf das Konzert im Gebäude 9 gefreut und auch Freunde mitgenommen, die noch nie etwas von der Band gehört haben.

Kurz und gut. Live sind We were promised Jetpacks fantastisch. Am liebsten mochte ich „It’s thunder and it’s lightning“, weil selbst Leute, die den Song gar nicht kannten irgendwann anfingen, irgendwas mitzusingen und -summen. Adam Thompsons Gesang ist unglaublich. Er schreit sich auf beeindruckende Weise die Seele aus dem Leib. Das Publikum war die meiste Zeit so ruhig und angetan, dass er sogar vom Mikro wegtreten, und man ihn trotzdem noch klar hören konnte – trotz nicht grade leiser Bandbegleitung. Die Songs sind, besonders live, sehr intensiv und ich frage mich, ob die Band sogar ihr eigenes Licht mitgebracht hat, denn so gut war das im Gebäude 9 noch nie. Und obwohl die vier außer ihren Songs nicht viel gesagt haben und nach ca. 80 Minuten schweißgebadet ohne Zugabe von der Bühne verschwanden, das Konzert hat mich schwer beeindruckt.

Grad gefunden, Ton ist grausig, aber hey:

Konzerte in Köln (11/2018)

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