Walk The Moon im Luxor

Vor 5 Jahren habe ich Walk The Moon schon einmal live gesehen und fotografiert. Da haben sie mich mehr als positiv überrascht. Sie waren mehr als eine typische Teenieband – die Songs machten Spaß, die Show war großartig und die Fans toll. Damals habe ich geschrieben, dass die Jungs größere Hallen verdienen, weil sie die Power dafür haben. 5 Jahre später haben Walk The Moon nun ihr viertes Album veröffentlicht und endlich einen gern gespielten Radiohit. Leider musste das Konzert wegen den schleppenden Kartenverkäufen von der Live Music Hall ins Luxor verlegt werden.
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Walk the Moon, 05.03.2013

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In Köln wird es Frühling, zumindest für eine Woche. Wie passend, dass hier genau jetzt Walk the Moon Station machen – eine Band, die vor allem dafür bekannt ist, einen der besten Sommerhits des letzten Jahres veröffentlicht zu haben. Die Single Anna Sun stieg im Sommer hoch in die US-Charts ein und wurde vom Esquire-Magazin unter die „30 summer songs every man should listen to“ gewählt. 
Was dieser Abend verspricht – und auch hält – ist genau das: Indiepop voller Energie, Lebensfreude, Spaß!
 
Zu Beginn müssen wir aber zusammen die Vorband überstehen. The Rubens sind so langweilig und lieblos bei der Sache, wie man es von so einer jungen Band kaum erwarten kann. Im Gegensatz zu Walk the Moon wirken sie alt und verstaubt, und als hätten sie nach langer Tour gar keine Lust mehr auf der Bühne zu stehen. Das Publikum anheizen geht definitiv anders. 
 
Beim Umbau kämpfe ich mich für die Fotos in die erste Reihe – und treffe auf ein Teenfest. Junge Mädchen, die sich wie die Band mit Kriegsbemalung geschmückt haben und laut überlegen, wer der süßeste der Band ist, sehe ich eher selten im Gebäude 9. In den Reihen dahinter stehen die Tänzer – gut so. In Sachen Enegie und Getanze kann trotzdem niemand mit Walk the Moon mithalten. Als die vier Jungs aus Cincinnati pünktlich um 22 Uhr die Bühne stürmen, sprudelt die Energie nur so aus ihnen hinaus. Wir sehen wilde Tanzeinlagen (keine Boyband-Choreografien), die authentisch und erfrischend sind. 
 

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Schon ab dem zweiten Song Next in Line ist dann auch das Publikum nicht mehr zu halten. Walk the moon haben sich nicht ohne Grund einen Ruf als außergewöhnlich energetische Live-Band erspielt. Erfolgreich meisterten sie bereits Auftritte beim SXSW-Festival sowie im Vorprogramm von Weezer, Panic At The Disco oder den Kaiser Chiefs. Dass die Konzerte keine Routine werden sollen, unterstreichen sie auch mit der im Publikum schon gesehenen Kriegsbemalung. „Das hier ist ein sicherer Raum“, verkündet Sänger Nicholas Petricca auf der Bühne. „Vergesst alles, was da draußen ist und flippt richtig aus.“
 
Die Tanzaufforderungen zwischendurch verfehlen nicht ihre Wirkung. „Shiver Shiver“, Tightrope“ und „Jenny“ werden gleichberechtigt gefeiert. Bei „Iscariot“ halten wir inne und lauschen auch den ruhigen Klängen. Und auch wenn das Publikum heimlich natürlich auf den Hit „Anna Sun“ wartet, den die Band ganz zum Schluss spielt, um die Spannung zu halten, verbreitet Walk the Moon eine Ausgelassenheit, die ansteckend ist. Dazu trägt vor allem bei, dass die Songs einfach gut sind. Nicholas Petricca (Gesang, Keyboards), Kevin Ray (Bass), Eli Maiman (Gitarre) und Sean Waugaman (Drums) tänzeln durch die Playlist ihres Albums und mischen 2 Songs der neuen EP „Tightrope“ ein. Außergewöhnlich gut ist dabei Petriccas Stimme, die er von mehrstimmigem Falsett bis laut-krächzenden Hymnen beherrscht. 
 
Was man am Ende über wenige Band sagen kann: Walk the Moon brauchen größere Hallen. Wer so frischen, authentischen und jungen Indiepop macht, sollte sich vor Fans nicht retten können. Genug Energie, um viel größere Hallen zu füllen, haben sie allemal. 

Tickets kaufen: Walk the Moon

Walk the moon
Walk the Moon kennt man bisher vielleicht nur über ihren Sommerhit des letzten Jahres „Anna Sun“. Das Quartett aus Cincinnati hat sich seitdem eine internationale Reputation als außergewöhnlich starke Live-Band erspielt. Auftritte auf Festivals sowie im Vorprogramm von Weezer, Panic At The Disco, den Kaiser Chiefs oder Fun. brachten mehr Aufmerksamkeit und sorgten dafür, dass Walk The Moon gut in das Jahr 2012 starteten.

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Juhu, frohe Ostern! Ich sitze bei einem kleinen Familienurlaub an der Nordsee und schreibe trotzdem die Konzerttipps für den April fertig. So engagiert bin ich in diesem Monat.
Richtig, richtig große Sachen sind im April nicht dabei, aber hey, das heißt, wir können uns endlich mal wieder in kleinen Clubs herumtreiben. See you there.
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Sieht voll aus, der März, aber eigentlich ist mal wieder alles gleichzeitig, ich habe Termine auf der Lit.Cologne und ich bin teilweise gar nicht in Köln. Zwei Konzerte habe ich zumindest schon mal fest, mal sehen, was dann noch kommt. Hier also wie immer meiner Konzerttipps für diesen Monat und die Vorschauen für April und Mai.
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Ich war viel unterwegs im Januar und habe wieder weniger Konzerte geschafft, als ich wollte. Tatsächlich nur eines und das ist fast ein bisschen peinlich. Aber hey, dafür war das so gut, dass es für alle verpassten anderen entschädigt. Meinen Bericht zu Zugezogen Maskulin könnt ihr hier lesen.
Der Februar startet terminlich so voll wie der Januar – eine Woche lang sitze ich in München und dann ist in Köln auch noch Karneval, wo man sich nicht vor die Türe wagen kann. Ein paar richtig gute Konzerte gibt es aber trotzdem:
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