Schlimmes Licht bei The Drums und The Vaccines

Oft bin ich auf Konzerten, für die ich auch ohne Akkreditierung sofort Karten gekauft hätte. (Und normalerweise kaufe ich dann fleißig Merch, um das wieder auszugleichen, ich bin ein guter Mensch.) Bei solchen Konzerten will ich natürlich unglaublich wunderbare Fotos machen. Weil ich aber tendenziell Musik höre, die nicht in den üblichen Charts ist, sind diese Konzerte auch oft in kleinen Schrammelclubs, bei denen ich mich durch die Menge kämpfen muss und/oder das Licht mich wahnsinnig macht. 2011 schlug mein Herz unter anderem für The Drums und The Vaccines. Und obwohl die Locations, also das Gebäude 9 und das Luxor ganz ok waren, hat das Licht mich hier doch im Stich gelassen. Hach.

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Walk the Moon, 05.03.2013

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In Köln wird es Frühling, zumindest für eine Woche. Wie passend, dass hier genau jetzt Walk the Moon Station machen – eine Band, die vor allem dafür bekannt ist, einen der besten Sommerhits des letzten Jahres veröffentlicht zu haben. Die Single Anna Sun stieg im Sommer hoch in die US-Charts ein und wurde vom Esquire-Magazin unter die „30 summer songs every man should listen to“ gewählt. 
Was dieser Abend verspricht – und auch hält – ist genau das: Indiepop voller Energie, Lebensfreude, Spaß!
 
Zu Beginn müssen wir aber zusammen die Vorband überstehen. The Rubens sind so langweilig und lieblos bei der Sache, wie man es von so einer jungen Band kaum erwarten kann. Im Gegensatz zu Walk the Moon wirken sie alt und verstaubt, und als hätten sie nach langer Tour gar keine Lust mehr auf der Bühne zu stehen. Das Publikum anheizen geht definitiv anders. 
 
Beim Umbau kämpfe ich mich für die Fotos in die erste Reihe – und treffe auf ein Teenfest. Junge Mädchen, die sich wie die Band mit Kriegsbemalung geschmückt haben und laut überlegen, wer der süßeste der Band ist, sehe ich eher selten im Gebäude 9. In den Reihen dahinter stehen die Tänzer – gut so. In Sachen Enegie und Getanze kann trotzdem niemand mit Walk the Moon mithalten. Als die vier Jungs aus Cincinnati pünktlich um 22 Uhr die Bühne stürmen, sprudelt die Energie nur so aus ihnen hinaus. Wir sehen wilde Tanzeinlagen (keine Boyband-Choreografien), die authentisch und erfrischend sind. 
 

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Schon ab dem zweiten Song Next in Line ist dann auch das Publikum nicht mehr zu halten. Walk the moon haben sich nicht ohne Grund einen Ruf als außergewöhnlich energetische Live-Band erspielt. Erfolgreich meisterten sie bereits Auftritte beim SXSW-Festival sowie im Vorprogramm von Weezer, Panic At The Disco oder den Kaiser Chiefs. Dass die Konzerte keine Routine werden sollen, unterstreichen sie auch mit der im Publikum schon gesehenen Kriegsbemalung. „Das hier ist ein sicherer Raum“, verkündet Sänger Nicholas Petricca auf der Bühne. „Vergesst alles, was da draußen ist und flippt richtig aus.“
 
Die Tanzaufforderungen zwischendurch verfehlen nicht ihre Wirkung. „Shiver Shiver“, Tightrope“ und „Jenny“ werden gleichberechtigt gefeiert. Bei „Iscariot“ halten wir inne und lauschen auch den ruhigen Klängen. Und auch wenn das Publikum heimlich natürlich auf den Hit „Anna Sun“ wartet, den die Band ganz zum Schluss spielt, um die Spannung zu halten, verbreitet Walk the Moon eine Ausgelassenheit, die ansteckend ist. Dazu trägt vor allem bei, dass die Songs einfach gut sind. Nicholas Petricca (Gesang, Keyboards), Kevin Ray (Bass), Eli Maiman (Gitarre) und Sean Waugaman (Drums) tänzeln durch die Playlist ihres Albums und mischen 2 Songs der neuen EP „Tightrope“ ein. Außergewöhnlich gut ist dabei Petriccas Stimme, die er von mehrstimmigem Falsett bis laut-krächzenden Hymnen beherrscht. 
 
Was man am Ende über wenige Band sagen kann: Walk the Moon brauchen größere Hallen. Wer so frischen, authentischen und jungen Indiepop macht, sollte sich vor Fans nicht retten können. Genug Energie, um viel größere Hallen zu füllen, haben sie allemal. 

Royal Blood im Palladium

Royal Blood sind eine von den Bands, die plötzlich da sind. Alle großen Rockbands nehmen sie als Vorband mit und innerhalb von kurzer Zeit springen sie von kleinen Clubs in große Hallen. Und das meist schon, bevor sie ihr erstes Album fertig haben.
Auch Royal Blood haben einen enormen Sprung gemacht. Ende 2013 erschien ihre erste Single, 2014 ging es auf Tour mit den Arctic Monkeys, 2015 habe ich sie in der ausverkauften Live Music Hall gesehen. Seitdem wurde noch mehr getourt, ein zweites Album veröffentlicht, und jetzt schon das Palladium in Angriff genommen.
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#Concert-Tag – 10 Fragen über Konzerte

Ich bin auf Konzertentzug. Ein schlimmer Fall von eingeschlafen Füßen, zu wenig Krach und Staub auf der Kamera. Aber ich habe keine Zeit für Festivals und in Köln ist nichts los. Damit das Thema nicht ganz aus dem Blog verschwindet, mache ich hier mal was ganz Bloggiges: einen Tag! Das ist so etwas wie eine Fragerunde zu einem bestimmten Thema, die man für sich selbst beantwortet (und weitergeben kann). So Zeug aus dem Internet. Hier also #TheConcertTag, gefunden auf YouTube bei Abby Williamson, frei übersetzt von mir.
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Die besten Konzerte 2016

2016. Ehrlich gesagt nicht das beste Konzertjahr, dass ich je hatte. Ich habe nicht nur viel weniger Konzerte besucht als die Jahre davor, auch qualitativ war das meiste eher gutes Mittelfeld. Meine Top 10 des Jahres sind also wirklich die Tops – die waren schnell gewählt, aber gar nicht so einfach sortiert. Bis jetzt könnte ich daran noch stündlich irgendwas hin und her schieben. Egal, so bleiben sie jetzt. Also, liebe Konzertgänger, hier meine 10 besten Konzerte von 2016. War noch jemand da? Was meint ihr?
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