Michael Kiwanuka, 03.12.2012, Gloria

Letztes Jahr wollte ich auch schon mal zu Michael Kiwanukae, als er das erste Mal in Köln im CBE gespielt hat. Obwohl ich auf die ganze Singer/Songwriter-Sache eigentlich gar nicht so stehe, hat mich seine Musik beim ersten Hören gleich angesprochen. Das Ganze nenne ich mal „warmen Retro-Soul“.
Seinen Song Tell me Tale kennt man aus Blogs und hat man vielleicht auch schon mal im Radio gehört, wenn man Glück hatte.

Das Konzert im Kölner Gloria war dann genauso warm und freundlich und voller Talent, wie ich es erwartet hatte. Mit dem schmalsten Fotograben den ich je erlebt habe, habe ich mich durch die ersten zwei (nicht 3!) Songs gequetscht. Da Michael Kiwanuka seine Songs aber wirklich lang ausspielt, durfte ich praktisch doch länger fotografieren als bei anderen Konzerten.

Alle Songs waren durchgängig gut. Die Band hatte Spaß. Und Muchael Kiwanuka weiß, was er tut. Am meisten berührt hat mich dann ausgerechnet eine Coverversion. Lange erzählte Michael, dass er als Kind diesen einen Gitarristen im BBC-Radio gehört und er ihn sehr inspiriert hat. Er hat dann immer versucht auch so zu spielen… Das hörte sich alles ganz niedlich und bescheiden an. Der kleine Michael hört irgendeinem vergessenen Radiotyp zu. Naja, eigentlich meinte er dann Jimmy Hendrix: Haha, Lacher. Süße Konzertgeschichte. Als er dann Waterfall spielte (ich glaube, das war’s), wow.

Ich werde jedenfalls versuchen, das nächste Konzert in Köln nicht zu verpassen.

Das Album gibt es übrigens bei Amazon gerade für 6,60€. Hier klicken:

———-

Bleached – Ride your heart

bleached
Die allgemeine Retrowelle hält nun schon einige Jahre an. Robbie Williams sang Mr. Bojangels und plötzlich schossen die Swing-Bands aus dem Boden. Hätten Amy Winehouse oder Michael Kiwanuka uns so erfolgreich den Motown zurückbringen können, ohne die geweckte Retro-Sehnsucht? All die New Yorker „The“-Bands griffen sich die Musik von The Clash und Konsorten und modernisierten ihre Sounds. Und dann die 80er – puh. Wollten wir die wirklich zurück? Plötzlich waren da wieder Vokuhilas, Neon, und Schnäuzer…

weiter weiter weiter…

Konzerte im Dezember

Los geht’s, ist überschaubar:

03.12. Michael Kiwanuka, Gloria
04.12. The XX, Palladium
06.12. Yeasayer, Luxor
09.12. Locas in Love, Stadtgarten
11.12. Efterklang, Gebäude 9
14.12. Moneybrother, Luxor
29.12. Chilly Gonzales, Philharmonie

Konzerte im Mai

Mein Terminkalender stöhnt. Der Mai ist voller guter Konzerte (und sonstiger Termine, ach).

01.05. – Foster the people, Live Music Hall
Die drei jungen Herren sind vielleicht nicht jedem bekannt, aber ihren Hit „Pumped Up Kicks“ kann wahrscheinlich jeder, wenn auch unbewusst, mitsummen. Der Songt ist übrigens eine schöne Internetgeschichte (Urheberrecht! Free Content! und andere wilde Schreie hier einfügen): Anfang 2010 stellten die völlig unbekannten Foster The People den Song für umme auf ihre Website. Fans machten ihn über Blogs und Social Media bekannt, bis er sogar von den Radiostationen gespielt wurde und Musikzeitschriften darüber berichteten. Und das alles ohne große Plattenfirma.

01.05. – Michael Kiwanuka, Club Bahnhof Ehrenfeld
Mensch, wie gerne würde ich mir das ansehen! Aber ich bin schon für Foster gebucht. Wenn der gute Herr bald so abgeht wie ich es mir denke, kann man ganz stolz sein zu sagen: „Den hab ich im CBE gesehen!“ Tell me ging ja schon letztes Jahr durch die Blogs und Kiwanuka hat diesen wunderbaren Retro-Sound, der zwar eigentlich langsam durch ist. Wenn er allerdings mit so viel Talent daher kommt… Bitte – alle kaufen!

02.05. – Friends, Luxor
Ob die 5 sich nach der berühmten Sitcom benannt haben, ich weiß es nicht. Ich könnte Mister Internet fragen, aber pah, der sagt auch nicht immer die Wahrheit. Die Musik von Friends jedenfalls ist Pop, groovig und cool, mit einer Prise (na gut, im Video ganz viel) 90er Nostalgie, die eigentlich verboten gehört. (Aus Prinzip – siehe Video). Ich kenne bisher nur ein paar Lieder von ihnen und habe sie auch noch nicht an einem Stück durchgehört. Ob sie live überzeugen und ich sie danach noch immer mag – wir werden sehen.

04.05. – Band of Skulls, Stadtgarten
Eine britische Band, auf die mich vor kurzem ein Freund aufmerksam gemacht hat. Ich kann daher relativ wenig zu denen sagen. Dass die Black Keys, Muse und Black Rebel Motorcycle Club sie als Vorband mit auf Tour nehmen wollten, kann ja schon mal nicht gegen sie sprechen. Zum Konzert kann ich leider nicht, aber wer mir berichten möchte, wie es war, ist herzlich willkommen.

05.05. – Bombay Bicycle Club, Gloria
Da bin ich gespannt. Eine Freundin aus Hamburg erzählte mir, dass sie das letzte Konzert gar nicht gut fand. Bei Bombay Bicycle Club kann man sich auch sonst nie so sicher sein, was kommt. Schon jedes Album hört sich ganz anders an. Am 05. spielen die vier im Gloria – einem der schönsten Clubs der Stadt. Das muss ja was werden.

11.05. – Whitest Boy Alive, Luxor
Ich ärgere mich hier während ich das schreibe. Whitest Boy Alive haben nicht nur einen wunderbaren Bandnamen, sondern machen auch noch sehr hübsche tanzbare und auch entspannte Musik. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie viele Jutebeutel, Hipsterbrillen, hochgesteckte Dutts und wilde Bärte sich dort tummeln werden. Leider habe ich keine Akkreditierung bekommen und bin auch nicht auf die glorreiche Idee gekommen, mir vorher eine Karte zu kaufen. Ich muss also draußen bleiben und hoffe insgeheim, dass das Konzert vielleicht in eine größere Location verlegt wird (und ich mir noch eine Karte kaufen kann) oder der Veranstalter doch noch anruft („ach, DU bist das, na klar, komm rein!“). Werde ich vielleicht doch meine geheime Geschäftsidee auspacken müssen und Club Mate vor der Tür verkaufen…

12.05. – Lemonheads, Luxor
Hach, Evan Dando. Da habe ich in meiner ganz frühen Jugend auch hin und wieder verliebt zu meinem Poster aufgesehen. Kennt die heute eigentlich noch wer? Das neue Album habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht angehört, sollte ich aber mal nachholen. Gehört sich ja so. Nach all den Jahren hat es aber nicht das Cover „Mrs. Robinson“, sondern „If I could talk I’d tell you“ geschafft, in meinem iPod zu bleiben. Dafür:

21.05. – Howler, Gebäude 9
Nach der Band Howler suchen, war noch vor ein paar Wochen gar nicht so einfach. Da gibt es nämlich noch eine Band mit dem Namen aus Südamerika (die sich übrigens wahnsinnig gut anhören) und eine Band, die Howlers heißt, mit der ich jetzt nicht so viel anfangen kann. Wie auch immer. Wo war ich? Ach ja, Howler. Egal, einfach mal anhören, könnte Spaß machen. Die freuen sich bestimmt auch, dass sie auf Europa-Tour Bier trinken dürfen, hihi.

23.05. – Timid Tiger, Luxor
Hey, wenn schon mal anständige Musik aus Köln kommt, muss man die auch unterstützen! Ist ja nicht so, als hätten wir da so viel Auswahl… Also alle ins Luxor! Außerdem möchte ich jetzt ein Poster von Keshav. Jawohl. Oder ich guck mir das Video noch ein paar mal an.

29.05. – Blood Red Shoes, Gloria
Endlich schaffe ich es mal! Blood Red Shoes waren schon einige Male in Deutschland unterwegs und haben, meine ich, auch immer im Gloria Station gemacht. Aus irgendwelchen Gründen konnte ich aber nie. Dieses Jahr ändern wir das. Wer ein bisschen White Stripes, aber neuer, härter, und in versetzten Rollen, möchte, sollte sich schnell eine Karte kaufen. Das jahrelange non-stop Touren führt bald entweder zum Krach oder zum großen Erfolg. Wird also Zeit.