Ezra Furman, 29.10.2015, Blue Shell

Ein Abend mit Ezra Furman und schon ist alles gleich nicht mehr so schlimm. Hier haben wir jemanden, dem man jedes Wort seiner Texte glaubt, der keine Geschichten erzählt, sondern sich ehrlich alle Schmerzen, Depressionen und Demütigungen von der Seele singt. Auf den ersten Blick ist Ezra Furman ein Paradiesvogel, wenn man vor ihm steht der schüchternste Mensch der Welt.
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Tickets kaufen 10/2015

Draußen wird es kälter, drinnen die Clubs voller. In diesem Herbst gibt es so viele Konzerte in Köln, da lohnt es sich nicht mehr, euch die einzeln zu präsentieren. Es gibt ja auch noch was anderes zu tun! Ich habe euch hier mal einen kleinen Überblick über die nächsten zwei Wochen zusammengestellt.
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Wie ich einmal ein Taylor Swift Konzert besuchte…

Wo bin ich hier nur rein geraten… Während die Hälfte der Kölner Richtung Jahnwiesen zieht oder ihre Fenster weit öffnet, um AC/DC live zu hören, mache ich mich auf zur Lanxess Arena. Auf dem Weg treffe ich Teenies und ihre eifrigen Eltern, die genauso aufgeregt die selbst gebastelten, LED-verzierten Pappschilder ihrer Sprösslinge tragen. Ich zweifle an dieser Stelle noch ein bisschen, ob mein Ja zu Taylor Swift heute so eine gute Idee war.
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Tickets kaufen: Portugal. The Man

Pressefoto von Portugal.The Man

Portugal. The Man scheinen permanent auf Tour zu sein. Wann immer ich den Konzertkalender aktualisiere, tauchen sie weider auf. Dass das nicht nur so ein Gefühl ist, beweisen die Fakten (DIE FAKTEN; sag ich): Weit über 800 Auftritte in 7 Jahren. Das kann man schon mal machen. (Das ich Portugal. The Man trotz allem noch nie live gesehen habe, und auch dieses mal schon wieder nicht kann, verschweige ich hier jetzt mal).

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USA!USA!USA! (Serie) – Los Angeles

Los Angeles - Sunset Venice Beach

Teil II meines USA-Urlaubsberichts. Die anderen Orte hier: San Diego, Las Vegas, San Francisco.

 

Wir sind einen Tag länger als geplant in San Diego geblieben. Zum einen musste meine Begleitung sich noch von allem und allen verabschieden, zum anderen hatte ich doch mehr von dem Jetlag, als ich befürchtet hatte.
Auf dem langen Weg die Westküste hoch hatten wir richtig schlechtes Wetter. „It never rains in Southern California“, aber auch fog is a bitch. Da es also kaum die Aussicht aufs Meer zu genießen gab, sind wir durch die Gated Communitys gecruised bzw. immer daran vorbei am Zaun entlang. O.C., Laguna Beach, all die schicken Vororte, die man (ich nicht) aus dem Fernsehen kennt, waren relativ langweilig. Dicke Autos und Nagelstudios. Gegessen haben wir trotzdem gut in einem alten, italienischen Familienrestaurant – das sich später doch als Kette herausstellte – hach, USA. Außerdem haben wir noch in Huntington Beach Halt gemacht. Wegen dem schlechten Wetter war die Surfcity aber eher die Nebel- und Rumstehcity.

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Konzerte im Mai

Mein Terminkalender stöhnt. Der Mai ist voller guter Konzerte (und sonstiger Termine, ach).

01.05. – Foster the people, Live Music Hall
Die drei jungen Herren sind vielleicht nicht jedem bekannt, aber ihren Hit „Pumped Up Kicks“ kann wahrscheinlich jeder, wenn auch unbewusst, mitsummen. Der Songt ist übrigens eine schöne Internetgeschichte (Urheberrecht! Free Content! und andere wilde Schreie hier einfügen): Anfang 2010 stellten die völlig unbekannten Foster The People den Song für umme auf ihre Website. Fans machten ihn über Blogs und Social Media bekannt, bis er sogar von den Radiostationen gespielt wurde und Musikzeitschriften darüber berichteten. Und das alles ohne große Plattenfirma.

01.05. – Michael Kiwanuka, Club Bahnhof Ehrenfeld
Mensch, wie gerne würde ich mir das ansehen! Aber ich bin schon für Foster gebucht. Wenn der gute Herr bald so abgeht wie ich es mir denke, kann man ganz stolz sein zu sagen: „Den hab ich im CBE gesehen!“ Tell me ging ja schon letztes Jahr durch die Blogs und Kiwanuka hat diesen wunderbaren Retro-Sound, der zwar eigentlich langsam durch ist. Wenn er allerdings mit so viel Talent daher kommt… Bitte – alle kaufen!

02.05. – Friends, Luxor
Ob die 5 sich nach der berühmten Sitcom benannt haben, ich weiß es nicht. Ich könnte Mister Internet fragen, aber pah, der sagt auch nicht immer die Wahrheit. Die Musik von Friends jedenfalls ist Pop, groovig und cool, mit einer Prise (na gut, im Video ganz viel) 90er Nostalgie, die eigentlich verboten gehört. (Aus Prinzip – siehe Video). Ich kenne bisher nur ein paar Lieder von ihnen und habe sie auch noch nicht an einem Stück durchgehört. Ob sie live überzeugen und ich sie danach noch immer mag – wir werden sehen.

04.05. – Band of Skulls, Stadtgarten
Eine britische Band, auf die mich vor kurzem ein Freund aufmerksam gemacht hat. Ich kann daher relativ wenig zu denen sagen. Dass die Black Keys, Muse und Black Rebel Motorcycle Club sie als Vorband mit auf Tour nehmen wollten, kann ja schon mal nicht gegen sie sprechen. Zum Konzert kann ich leider nicht, aber wer mir berichten möchte, wie es war, ist herzlich willkommen.

05.05. – Bombay Bicycle Club, Gloria
Da bin ich gespannt. Eine Freundin aus Hamburg erzählte mir, dass sie das letzte Konzert gar nicht gut fand. Bei Bombay Bicycle Club kann man sich auch sonst nie so sicher sein, was kommt. Schon jedes Album hört sich ganz anders an. Am 05. spielen die vier im Gloria – einem der schönsten Clubs der Stadt. Das muss ja was werden.

11.05. – Whitest Boy Alive, Luxor
Ich ärgere mich hier während ich das schreibe. Whitest Boy Alive haben nicht nur einen wunderbaren Bandnamen, sondern machen auch noch sehr hübsche tanzbare und auch entspannte Musik. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie viele Jutebeutel, Hipsterbrillen, hochgesteckte Dutts und wilde Bärte sich dort tummeln werden. Leider habe ich keine Akkreditierung bekommen und bin auch nicht auf die glorreiche Idee gekommen, mir vorher eine Karte zu kaufen. Ich muss also draußen bleiben und hoffe insgeheim, dass das Konzert vielleicht in eine größere Location verlegt wird (und ich mir noch eine Karte kaufen kann) oder der Veranstalter doch noch anruft („ach, DU bist das, na klar, komm rein!“). Werde ich vielleicht doch meine geheime Geschäftsidee auspacken müssen und Club Mate vor der Tür verkaufen…

12.05. – Lemonheads, Luxor
Hach, Evan Dando. Da habe ich in meiner ganz frühen Jugend auch hin und wieder verliebt zu meinem Poster aufgesehen. Kennt die heute eigentlich noch wer? Das neue Album habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht angehört, sollte ich aber mal nachholen. Gehört sich ja so. Nach all den Jahren hat es aber nicht das Cover „Mrs. Robinson“, sondern „If I could talk I’d tell you“ geschafft, in meinem iPod zu bleiben. Dafür:

21.05. – Howler, Gebäude 9
Nach der Band Howler suchen, war noch vor ein paar Wochen gar nicht so einfach. Da gibt es nämlich noch eine Band mit dem Namen aus Südamerika (die sich übrigens wahnsinnig gut anhören) und eine Band, die Howlers heißt, mit der ich jetzt nicht so viel anfangen kann. Wie auch immer. Wo war ich? Ach ja, Howler. Egal, einfach mal anhören, könnte Spaß machen. Die freuen sich bestimmt auch, dass sie auf Europa-Tour Bier trinken dürfen, hihi.

23.05. – Timid Tiger, Luxor
Hey, wenn schon mal anständige Musik aus Köln kommt, muss man die auch unterstützen! Ist ja nicht so, als hätten wir da so viel Auswahl… Also alle ins Luxor! Außerdem möchte ich jetzt ein Poster von Keshav. Jawohl. Oder ich guck mir das Video noch ein paar mal an.

29.05. – Blood Red Shoes, Gloria
Endlich schaffe ich es mal! Blood Red Shoes waren schon einige Male in Deutschland unterwegs und haben, meine ich, auch immer im Gloria Station gemacht. Aus irgendwelchen Gründen konnte ich aber nie. Dieses Jahr ändern wir das. Wer ein bisschen White Stripes, aber neuer, härter, und in versetzten Rollen, möchte, sollte sich schnell eine Karte kaufen. Das jahrelange non-stop Touren führt bald entweder zum Krach oder zum großen Erfolg. Wird also Zeit.