#Concert-Tag – 10 Fragen über Konzerte

Ich bin auf Konzertentzug. Ein schlimmer Fall von eingeschlafen Füßen, zu wenig Krach und Staub auf der Kamera. Aber ich habe keine Zeit für Festivals und in Köln ist nichts los. Damit das Thema nicht ganz aus dem Blog verschwindet, mache ich hier mal was ganz Bloggiges: einen Tag! Das ist so etwas wie eine Fragerunde zu einem bestimmten Thema, die man für sich selbst beantwortet (und weitergeben kann). So Zeug aus dem Internet. Hier also #TheConcertTag, gefunden auf YouTube bei Abby Williamson, frei übersetzt von mir.
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Die Orsons, 12.11.2012, Gloria

Die Orsons sind das, was Die Ärzte früher mal waren. Das behaupte ich jetzt einfach mal.
Die Orsons sind sehr melodisch, haben perfektes Mitsing- und Mitgröhl-Material, ohne zum Mallorca-Schlager abzurutschen, und hin und wieder finden sich dazwischen relativ provokante Texte. Auf ihren Konzerten spielen sie kleine Sketche zwischen ihren Songs und singen immer wieder eigene Versionen von aktuellen Pophits an. Ärzte.

Wo Die Ärzte aber leider immer mehr in die Is-mir-egalichkeit abrutschen und das Die Ärzte-Publikum doch schon schwer in die Jahre gekommen ist und bei Konzerten in großen Hallen lieber die Sitzplätze wählt, punkten die Orsons mit Energie und Frische. Sie sind pubertär und lepsch (wie man in Köln sagt), die Hälfte der Songs handelt vom Trinken und Feiern und davon, das Leben zu genießen. Dabei kommen so schöne Texte heraus wie diese:

„Sollten unsre Kinder irgendwann mal meckern ‚Früher war alles viel besser!‘ dann mein‘ sie damit jetzt.“
„Kein Foto und kein Video, kann festhalten was ich grade fühl.“
„Ich trink Vodka Apfel und drücke auf Apfeltaste+Z. (Rückgängig machen auf nem Mac), jedem den Gag erklärt: Check!“

Ganz ehrlich: Die Orsons sind eigentlich gar nicht meine Musik und auf das Konzert mitgekommen bin ich nur für Freunde. Am Eingang stand ich dann nicht auf der Fotoliste und konnte nur noch aus der Menge aus einer einzigen Position fotografieren. Der Abend ging mir also ganz am Anfang schon kräftig auf die Nerven.


Die Band und vor allem das großartige feiernde Publikum haben mich aber ganz schnell mitgerissen. Die Songs sind live sehr stark und das Publikum ist fast bis in die letzte Ecke mitgegangen – tanzen, springen, winken, singen, alles.
Als „Für immer Berlin“ fertig war und das Publikum ca. 10 Minuten alleine weiter sang, war das ein Gänsehautmoment auf der Bühne und in der Menge. Auch die Zugaben wurden durchgefeiert und anstatt müde zu werden, powerte das Publikum mehr und mehr.
Nach dem Konzert standen zwei der Jungs, einer war zu betrunken und einer hatte sich beim Stagediven schlimm den Kopf angehauen (generell Zeichen für äußerst gute Konzerte), noch bis 1 Uhr mit den Fans am Merch.

Also bitte: Sobald die Herren in eure Stadt kommen – hingehen und mitfeiern! Die spielen bestimmt nicht mehr lange in kleinen Hallen.

Konzerte im Juni

Ah, der Juni. Ob der Sommer jetzt hält, damit man auch ohne Jacke zum Konzert gehen kann? Wer weiß. Ob mit oder ohne Jacke – hier geht’s hin:

03.06.Young Man – Studio 672

Eine Prise Popmusik, schöne und leichte Popmusik, bitte. Entspannt trällert der junge Mann vor sich hin, der mir ja schon sympathisch ist, weil er aussieht, als könne er nicht über 1,70m sein. Ich weiß aber noch nicht, ob ich es hin schaffe.

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Kraftklub in der Mitsubishi Electric Halle

Wenn ich mir schon aussuchen darf, ob ich Kraftklub lieber in Köln oder in DDorf sehen will, wähle ich natürlich die Mitsubishi Electric Halle. Sorry Köln, aber iim Palladium wirkt das einfach nicht. Da gibt es keine 1. Welle, keine schönen Plätze an der Seite, da kann man nur vorne feiern und sonst sieht man nix. Also Düsseldorf – da fahre ich auch gerne mal eine Stunde mit der Bahn hin.
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Gelesen im August

Ein kleines bisschen Urlaub mit lieben Leuten, ein kleines bisschen Sommer, nur ein Konzert und viel Arbeit. Ich hatte schon mal einen besseren August, aber trotzdem kann ich nicht klagen. Gelesen habe ich „nur“ vier Bücher, dafür aber Schwergewichte, durch die man sich auf gute Art durchkämpfen muss.
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