500 Alben Challenge (008) – und ein Update

Well, here we go again! War ein bisschen still hier bei der Challenge und auf dem Blog generell. Auf eine komische Weise hatte ich in den letzten Wochen Probleme damit, mir Musik anzuhören. Keine Konzentration, zu viel Emotionen. Die Welt ist wirr. Außerdem war ich kurz verunsichert: Das Rolling Stone Magazin, dessen Best-of-Liste ich ja hier benutze, hat plötzlich einen Artikel mit einer neuen Liste veröffentlicht! Aber Entwarnung: Das war einfach meine alte Liste – kein Update, keine neuen Alben. Die Challenge geht also weiter. 😉

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465: The Magnetic Fields – 69 Love Songs

Ok. Schon wieder so ein Album, dass eigentlich aus viel zu vielen Liedern besteht. 69 Songs, puh.

Was ich weiß: The Magnetic Fields ist die Band des Sänger / Songwriter / Multiinstrumentalist Stephin Merrit. Merrit schreibt hauptsächlich Lovesongs und achtet dabei darauf, genderneutral oder gegen Stereotype zu schreiben.

Bei so vielen Songs verliere ich leider schnell die Lust an der Challenge. Das hier hört sich aber alles ganz schön weg. Ich lasse das Album als Hintergrundmusik beim Arbeiten laufen. Das wird den Texten wahrscheinlich nicht gerecht, aber musikalisch haut mich das nun mal auch nicht vom Hocker. Ich mag „I think I need a new heart“. Auf dem Album sind, wie der Titel schon sagt, alles Liebeslieder. Ob die hauptsächlich fröhlich oder traurig sind, kann ich nicht mal genau sagen. Vielleicht sollen sie auch ein bisschen lustig sein? „Nothing matters when we’re dancing“ mag ich auch. Manchmal wird es ein bisschen jazzig und wirr, dann höre ich Blues und Country, ab und zu auch mal Beats. Aber eigentlich passt das alles. Am Ende habe ich tatsächlich das ganze Album gehört, aber dann habe ich auch keine Lust mehr. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Nothing matters when we’re dancing.


464: Def Leppard – Hysteria

Es gibt wenig Sachen, die lustiger für mich sind, als 1980er Hair Metal. Die Frisuren! Die Attitüde! Harte Kerle, die das alles ernst meinen. Und dann die Musik, die bestimmt kein Metal ist … 

Was ich weiß: Erstmal eine Korrektur, Def Leppard ist gar kein Hair Metal – die Herren sehen ganz normal aus. Englischer Metal also, aber trotzdem 1980s, und wahnsinnig erfolgreich. Das Album Hysteria hat 12x Platin bekommen. Jetzt bin ich gespannt.

Schon beim ersten Song, mein Herz! Der Text von „Women“ ist einfach wow: „One part love, one part wild / One part lady, one part child / I give you – Women, women, lots of pretty women.“ Meine Kolleginnen schütteln den Kopf. „Rocket“ ist schlau und auch sehr lustig, der Text von „Love Bites“ ganz toll. Kann es sein, dass Def Leppard eigentlich recht konservativ sind? Dass sie das hinter langen Haaren und ganz viel Rock’n’Rolligkeit verstecken? „Poor some sugar on me“ kenne ich übrigens, das war wohl eine Single oder auf irgendeinem Soundtrack. Das Album ist also völlig ok zu hören und macht sogar ein bisschen Spaß. Ich frage mich nur, ob irgendjemand das heute noch unironisch von sich aus auflegt, oder eher im Radio vorgedudelt bekommt.

Wenn nur ein Song, dann dieser: WOMEN!


463: Echo & The Bunnymen – Heaven Up Here

Jetzt wird’s endlich wieder ein bisschen düster in der Liste. Ist das Post-Punk? Dark Wave? Egal, ich mag’s.

Was ich weiß: Es ist Anfang der 1980er, wir sind in Liverpool und alles ist anders. „Heaven up here“ ist eher das Album, bevor es bei Echo & The Bunnymen richtig los ging. Und selbst danach waren sie nie die erfolgreichste Band ihres Genres. 

Aber egal, wenn dieser gute Bass startet, dann macht das was mit dir. Da bin ich gleich voll und ganz da. Das gute Schlagzeug zählt übrigens auch! Der Gesang von Ian McCulloch erinnert schon sehr an Robert Smith, aber das kann man ihm verzeihen. „With a hip“ mag ich und „All I want“, aber „A Promise“ ist am besten. Kommt mir das nur so vor, oder sind alle Songs recht lang? Ich komme jedenfalls wieder richtig gut rein in Echo & The Bunnymen und wundere mich, wie lange ich die nicht mehr gehört habe. Aber vielleicht hat auch das alles hier gefehlt: ein regnerischer Herbsttag.

Wenn nur ein Song, dann dieser: A promise


462: R.E.M. – Document

Ich habe schon ewig kein REM mehr gehört – das scheint langsam ein wiederkehrendes Motiv in dieser Challenge zu sein. 

Was ich weiß: Große Alternative-Band der USA, bliblablub. Kennt man. Viel interessanter: 2001 haben R.E.M. ein Konzert auf der Kölner Domplatte gespielt und ich war da. Das gibt es hier übrigens komplett auf YouTube. Wie schön das aussieht!

Jetzt aber mal zum Album: Wie seltsam ist es, heute „It’s the end of the world as we know it“ zu hören? Nicht gut für den Kopf. Ich muss sagen, dass ich R.E.M. früher sehr gern gehört habe, das aber heute wenig mit mir macht. Gerade am Anfang des Albums fühlt es sich nicht so an, als würde ich schnell zu ihnen zurückkehren. Michael Stipes Stimme und alles, was man sofort mit R.E.M. in Verbindung bringt, nervt mich heute ein bisschen. Naja, vielleicht liegt es auch an diesem sehr frühen Album. Ich hatte da früher auch schon andere Favoriten.

Wenn nur ein Song, dann dieser: It’s the end of the world as we know it


461: Public Image Ltd. – Metal Box

Public Image Ltd. ist eine dieser Bands, bei der eine große Wissenslücke bei mir klafft. Dabei kenne ich mich sonst im Punk / Post Punk ganz gut aus. Ich freue mich also.

Was ich weiß: Nach dem Ende der Sex Pistols gründete Johnny Rotten eine neue Band: Tada – Public Image Ltd.

Das die Herren aus England kommen, ist schnell klar. Ob das jetzt noch Punk oder schon Postpunk ist, ist mir eigentlich egal. Schmischmu. Am Anfang ist es düster und klingt noch ganz stark nach den Sex Pistols. Allerdings ein bisschen weniger krawallig, besonders Bass und Schlagzeug mal wieder. „Memories“ ist toll, „Poptones“ auch. „Chant“ ist anstrengend und trotzdem toll. Ich verstehe ja, wenn Leute mit Punk nichts anfangen können, aber hierzu kann man doch fast tanzen, oder? Tolles Album! So macht die Challenge Spaß.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Memories


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