500 Alben Challenge (004)

Schon wieder eine richtig gute Woche mit vielen alten Bekannten und einer Neuentdeckung. Ach ja, und Country bleibt erstmal mein Endgegner. 

(Ich habe die Cover als Amazon-Affiliate-Links eingefügt, weil ich so sicher sein kann, dass ich sie benutzen darf. 😉 Wer gerne Alben kauft, sei es auf Vinyl oder CD, kann das gerne über den Link mit Klick auf das Cover machen. Der Preis verändert sich für euch nicht und ich bekomme einen klitzekleinen anteiligen Beitrag.)


485: Pearl Jam – Viralogy

Oh hallo Grunge, hallo frühe Jugend, hallo Männer mit wilden Haaren und alten Schlabberhemden und Kratzstimmen. 

Was ich weiß: Pearl Jam ist einer der Pfeiler des Grunges. 1994 waren sie bereits Superstars, haben aber beschlossen, zukünftig auf Musikvideos und großes Marketing zu verzichten. Trotzdem hat sich “Viralogy” auf Anhieb sehr gut verkauft. 

Ich habe ihn ja ein bisschen vermisst, den Grunge. Ich dachte, es wäre Nostalgie, aber das hier ist noch immer ein richtig gutes Album. Wir starten mit ein bisschen Instrumentengeklimper und dann einem klaren Drumbeat. Eddy Vedders nuschelige Stimme würde man natürlich aus tausenden heraus erkennen. Aber egal ob hart wie bei „Spin the Black Circle“ und ruhiger wie bei „Corduroy“ – die Melodien, die Texte, die Gitarren – das ist alles so gut.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Better Man


484: Mott the hoople – All the young dudes

Habe ich nie von gehört, wirklich nie. Und was will mir dieses Cover sagen? Was passiert hier?

Was ich weiß: Nichts! Deshalb habe ich recherchiert: Mott the Hoople sind eine englische Glamrock-Band und ihren größten Hit hat David Bowie für sie geschrieben. Oha, gleich sympathisch.

Und ja, dieses Album ist eine Überraschung! Ich höre Mott the Hoople, aber eigentlich höre ich Dylan, viel Beatles und auch ein bisschen Blind Melon? (Ja, ich mochte die sehr.) Auch wenn ich noch nie von der Band gehört habe, kannte ich doch „Sweet Jane“, dabei war „All the young dudes“ die Single, die ihnen den Durchbruch gebracht hat. Das hier fühlt sich nach einem großen Rockalbum der 1960er Jahre an, so eins, das eine ganze Generation vor mir gehört hat. Dabei ist es eigentlich „erst“ 1974 erschienen. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Sweet Jane


483: Gang of Four – Entertainment

Noch ein Album, das ich kenne. Ich sagte doch, das ist eine Woche mit alten Bekannten. Aber nicht nur das, es ist auch ein Album, das ich sehr, sehr gerne habe. Es gehörte zum Soundtrack meiner Studentinnenjahre.

Was ich weiß: Politik und Punk, oder eher: schlauer Post-Punk. 😉 Gleich die erste Single, das erste Album, machten Gang of Four bekannt. Aufgrund ihrer Texte wurden sie aber häufig nicht im Radio gespielt.

Ich habe das Album in den 2000ern rauf und runter gespielt, vermutlich weil ich ein paar Songs auf dem Filmsoundtrack von Marie Antoinette wiederentdeckt habe. „Natural’s not in it“! „Damaged Goods“! Oh Mann, so gut. Ich habe mich aber schnell in das ganze Album verliebt. Hört euch auch das gebrochene „Love Like Anthrax“ an – so gut.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Damaged Goods


482: Steve Earle – Guitar Town

Beeinflussen meine Erwartungen meine Rezeption eines Albums? Ich glaube schon. Ich glaube aber auch, dass ich offen genug bin, mich überraschen zu lassen. Und dann ist da immer Country …

Was ich weiß: Steve Earle ist ein amerikanischer Country- und Folkmusiker, lebt übrigens noch und macht auch noch immer Musik. Guitar Town war sein Durchbruch.

Alles fängt mit „Hey, pretty Baby, are you here for me?“ an und ich verdrehe die Augen. Muss ich hier wirklich mit einem Anmachspruch ins Album starten? Könnte auch sein, dass der gute Mann etwas anderes singt. Ich verstehe diesen Akzent nicht so super. Das was ich verstehe, dreht sich um Motels, „Babys“, das Feiern der Orte da unten auf dem „Hillbilli-Highway“. Steve Earle will ein „Good old Boy“ sein, schnulzt sich aber durch „Little Rock n Roller“. Das ist alles so langweilig, sorry. Dazu kommt: Ich glaube dem Typ einfach kein Wort, von dem, was er singt. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Fearless heart


481: D’Angelo – Voodoo

Eine kurze, höchst unrepräsentative Umfrage in meinem Bekanntenkreis hat bestätigt: Jede heterosexuelle Frau um mein Alter herum kennt genau dieses eine Lied von D’Angelo. Und ich schätze Mal, dass das nicht am Lied selbst liegt.

Was ich weiß: Schon sein erstes Album war erfolgreich, aber dann kam dieses hier. Besonders das Video zur Single „Untitled (How does it feel)“ hat MTV 2000 ins Schwitzen gebracht und D’Angelo zum Sexsymbol gemacht. Dabei sollte man nicht vergessen, dass er ein sehr guter Musiker ist.

Da auch ich gleich an das Video dachte, habe ich bei dem Album erstmal an leicht angeschnulzte Sexmusik gedacht. Aber: Das Album ist vielfältig und lässt sich richtig gut hören. Besonders „Devil’s Pi“ gefällt mir gut. Und „Untitled“ ist tatsächlich auch ein richtig guter Song. R’n’B oder Neo-Soul wird jetzt nicht meine Lieblingsmusikrichtung, aber dieses Album ist richtig gut. Ich fühle mich dabei sehr entspannt. „Voodoo“ ist genau richtig, um die Füße hochzulegen, ein Glas Wein zu trinken, in die Badewanne einzutauchen und ja, da ist auch bestimmt alles gut für Sexytime. Und weil ich weiß, das ihr schon ganz nervös seid – hier könnt ihr euch das Video ansehen, ihr Schlingel.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Untitled (how does it feel)


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