500 Alben Challenge (003)

Das war ein musikalisch schön gemischter Abschnitt in meiner #500albenchallenge. Dabei waren Überraschungen und Enttäuschungen, nostalgische Gefühle und Neuentdeckungen. Im Moment mag ich die Challenge noch sehr.

(Ich habe die Cover als Amazon-Affiliate-Links eingefügt, weil ich so sicher sein kann, dass ich sie benutzen darf. 😉 Wer gerne Alben kauft, sei es auf Vinyl oder CD, kann das gerne über den Link mit Klick auf das Cover machen. Der Preis verändert sich für euch nicht und ich bekomme einen klitzekleinen anteiligen Beitrag.)


490: ZZ Top – Trés Hombres

Als ich „ZZ Top“ in der Liste laß, habe ich mir wildes Zeug vorgestellt. Sind das nicht diese alten Männer mit den langen Bärten, die in der Wüste stehen und auf ihren Gitarren herumschrammeln? 

Was ich weiß: Es ist 1973. Das ist das dritte Album von ZZ Top und ihr kommerzieller Durchbruch. Die drei Herren sind da also noch ein bisschen jünger als in meiner Vorstellung. Bärte hatten sie da wohl schon, nur nicht so lange.

Schon beim ersten Song bin ich positiv überrascht. Das hier ist gar kein Schrammelrock, wie ich ihn mir in meinem Kopf vorgestellt habe, sondern schön bluesig. Ich sehe mich in einer großen Bar im Süden der USA, mit Bier in der Hand und der Live-Band lauschend. Das mag ich. Hier will ich rumhängen und mit Leuten quatschen. Und dabei dieses Album von ZZ Top hören. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: La Grange


489: KISS – Destroyer

Nach der schönen ZZ Top-Überraschung habe ich mich auf KISS gefreut. Wieder ikonisches Aussehen, wieder klassischer Rock, aber auch hier kam alles ganz anders. 

Was ich weiß: Es ist 1976 und KISS auch schon international bekannt. Die Herren malen sich lustig an und versuchen sehr viel böser zu wirken, als sie sind.

Ok, auch dieses Album macht ganz andere Sachen mit mir, als ich es mir vorgestellt habe. Ich muss mehrmals lachen, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass die Inhalte nicht lustig gemeint sind. Es ist aber leider komisch, wenn man diese alternden Kiss vor seinem geistigen Auge hat, die hier eine Jugendbewegung heraufsingen. Hier geht’s um Trinken, Sex und Spaß – und auch wenn ich all dem zustimme, wirkt das doch so fehl am Platz. Wie eine College-Party mit vielen unangenehmen Dudes. Das will ganz groß und laut sein, ist aber eher langweilig, wenn man genau hinhört. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Flaming Youth


488: Hüsker Dü – New Day Rising

Krach. Wunderschöner Krach. Aber ich glaube, ich habe noch nie ein ganzes Album von Hüsker Dü gehört.

Was ich weiß: Das erste Mal Punkrock in dieser Liste, wenn auch „älterer“ und „reiferer“ von 1985.

Das Album ist ein bisschen unausgeglichen, da wechseln sich harte Stücke mit poppigeren ab. Ich versteh oft kein Wort vom Gesang, aber aus irgendeinem Grund, glaube ich dem Sänger jede Emotion. Das Album fühlt sich so nach Sommer an für mich – genauer: nach 17 sein und sich im Sommer jeden Tag mit Freunden am See treffen. Da mochten wir auch Krach. Und den Song in der nächsten Zeile habe ich den ganzen Tag nicht aus dem Kopf bekommen.

Wenn nur ein Song, dann dieser: Books about UFOs !!


487: Cyndi Lauper – She’s So Unusual

Geben wir dem typischen 1980s-Pop noch eine Chance, nachdem die Eurythmics mich nicht so begeistern konnten.

Was ich weiß: DAS Album von Cyndi Lauper und gleichzeitig ihr Debutalbum. Ein herrlicher Rückblick auf eine Pop-Zeitspanne und eine sehr bunte Frau, die macht, was sie will.

Yes! Darauf habe ich gewartet. So hatte ich mir einen Besuch in den 1980ern vorgestellt. Das Album macht so viel Spaß, was natürlich daran liegt, dass gleich der zweiter Song „Girls just wanna have fun“ ist und dann später auch noch „Time after time“ kommt. In der Mitte ist es zeitweise ein bisschen anstrengend und nicht so optimal gealtert, aber mit „I’ll Kiss You“ wird das alles es wieder gut. Ein neuer Song, den ich hier rauf und runter laufen lasse, wenn ich ein bisschen tanzen will. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: I’ll Kiss You!


486: Earth, Wind & Fire – That’s the Way of the World

Von Earth, Wind & Fire kenne ich nur den großen Hit „September“ – aber der ist nicht auf diesem Album.

Was ich weiß: Funk! Soul! Und ein relative kurzes Album. Von Wikipedia lerne ich auch noch, dass es der Soundtrack zu einem gleichnamigen Film war. Aha.

Das Album beginnt mit „Shining Star“, das ich sehr mag und das sich auch genauso anhört, wie ich es erwartet habe. Tanzbar, soulig, frisch. Ich räume gerade mein Bücherregal um und swinge durch die Wohnung. Im Laufe des Albums wird mir das aber alles schnell zu viel. Zu schrill, zu anstrengend. Einmal hören reicht dann auch. 

Wenn nur ein Song, dann dieser: Shining Star



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