The National im Palladium

Hach, The National. Die Band, die ich gerne als meine Lieblingsband nenne, wenn ich danach gefragt werde, obwohl ich eigentlich gar keine habe. Wahrscheinlich ist es dieser erwachsene Indie-Rock, diese schweren Texte und nachdenkliche Ausgelassenheit, diese düstere Schlaksigkeit, und auch der Alkohol natürlich, ja.

Hier sind sie also, im Palladium. Es dauernd ein bisschen, bis die Herren sich auf die sehr vollgestellte Bühne begeben. Dafür können wir uns auf Leinwänden ansehen, was sie so Backstage machen (trinken und quatschen).

Als es losgeht, stürmen wirklich viele Leute die Bühne, denn The National haben nicht nur Backgroundsängerinnen dabei, sondern gleich noch mehr Musiker, die sie in abgetrennten Bereichen unterstützen. Insgesamt ist das alles ein bisschen viel. Obwohl da so viel los ist, kann man kaum hübsche Fotos davon machen.

Liegt das auch am Palladium? Wahrscheinlich. Irgendwie stimmen die Voraussetzungen heute nicht richtig für mich. Ich mag das Licht nicht und der Sound ist wieder mal meh. Als ich später nach meinen Fotos vom Graben ins hintere Ende der Halle umziehe, ist es noch schlimmer.

The National selbst können nicht wirklich etwas dafür. Die geben wie immer alles, wirbeln über die Bühne, springen immer wieder in die Menge. Bei mir kommt das alles aber nicht so wirklich an.
Ich wünsche mir das entweder kleiner oder viel, viel größer. Wird es nicht langsam Zeit für die große Arena, damit die Kraft dieser Musik und dieser Texte auch richtig klingen kann?

Dem Publikum macht es trotzdem Spaß. Ältere Songs werden zwar mehr gefeiert als die vom neuen Album, aber die kennt man ja auch schon und verbindet eigene Momente damit.

Ich könnte mir The National eigentlich immer live angucken, aber heute möchte ich fast lieber das Album allein zu Hause anhören und/oder den wunderbaren Film „Mistaken for Strangers“ ansehen. Liegt sicher an mir, sorry.



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