c/o Ehrenfeld – Tag 2

Ach, Tag 2, an dem alles irgendwie anders, aber genauso schön war. Und ein Vorfall, der in die Geschichte eingeht, in meine zumindest, gab’s auch. Aber lest selbst …

 

Samstag wateten wir auf der c/o Ehrenfeld durch Regen, Kälte und viel zu volle Konzertsäle, Sonntag war alles andersrum. Das Wetter spielte noch immer nicht so ganz mit, aber war schon viel, viel besser als noch einen Tag zuvor. Gleichzeitig war alles ein bisschen leerer. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht hatten sich die meisten Besucher schon am Samstag alles angesehen und wollten dann auch mal einen Tag gemütlich zu Hause sitzen. Vielleicht lockten die Konzerte auch nicht so – wobei, come on.

 

 

Gleich um 18 Uhr konnte ich bei Ilgen-Nur fotografieren, auf die ich mich neben den Nerven am meisten gefreut hatte. „You break my heart, I‘ll break your spine.“ Ihr erstes Album steht jetzt fast in den Startlöchern und da ich diese dunkle, etwas melancholische Musik wirklich sehr gerne habe, mochte ich ihren Auftritt auch wieder sehr. (Im November kommt sie übrigens endlich mal für ein „richtiges“ Konzert nach Köln, bisher gab es sie soweit ich weiß nur auf kleinen Stadt-Festivals)

 

Alle Fotos bald hier

 

Ilgen-Nur war allerdings leider gar nicht gut abgestimmt. Oft hörte man ihre Stimme fast gar nicht richtig und nur dröhnenden Bass. Dann war ihr Mikro eine Zeit sogar ganz aus. Das habe ich bei anderen Acts auf der c/o Ehrenfeld nicht gesehen. Naja, es wurde kurz gelacht und dann einfach weitergespielt. Das Publikum war ehrlich gesagt ein bisschen lahm, aber ich mochte den Auftritt trotzdem.

 

 

Weil ich Ilgen-Nur viel zu gern habe, um früher abzuhauen, war das EDP (Em drügge Pitter) schon ganz voll für Die Kerzen. Aber ok, ich konnte mich bis zur Hälfte des Raumes vorkämpfen, bis nichts mehr ging. Und ich konnte es leider nicht über das Herz bringen, das flirtende Pärchen von den Tischen zu vertreiben, damit ich mich da drauf stellen konnte. Also konnte ich nur tricksen bei den Fotos, sie sind aber ganz gut geworden. Hier ging es jedenfalls zu Beginn viel um die Monitor-Einstellungen, damit es danach auch wirklich ganz perfekt werden würde. Die Leute fanden das nicht so geil. Und weil ich am Herrenklo stand und den Pissegeruch leider nicht allzu lange ertragen konnte, bin ich bei den Kerzen eben früher raus.

 

 

Überraschend für mich hieß das aber auch, dass ich mich endlich mal ein bisschen auf dem Festival umschauen konnte, denn auf meinem Plan standen erst wieder Prada Meinhoff um 20:20 Uhr. Ich schlenderte also ein bisschen über den „Supermarkt“ auf der Heliosstraße. Highlight: Eine Pizza-Tischtennisplatte und ein Jutebeutel, der Pommes zur Priorität machte. Sehr schön. Am Ende der Heliosstraße, auf der großen Bühne, spielten zufällig gerade Milliarden. Durchgekämpft habe ich mich aber nicht, schließlich verkündeten mir ein paar Besucher auf dem Weg, dass Milliarden „einfach nicht mehr cool“ seien. Aha.

 

 

Aber dann, meine Damen und Herren, kam es zu DEM VORFALL. Ich nenne ihn den unglaublichen Knoblauchsoßen-Vorfall von 2019. Und das ist auch der Grund, weswegen ich nicht mehr zu Prada Meinhoff kam. (Fotos davon könnt ihr euch aber bestimmt bald bei Schallgeflüster anschauen.) Also: ich spazierte über das Festival, als mich ein Hüngerchen überkam. Ich habe da schon nicht so richtig darüber nachgedacht, dass ich gleich wieder mit vielen Menschen in einem engen Raum stehen würde, als ich mir ein Lahmacun mit schön Knoblauchsoße kaufte. Da stand ich also mitten auf der Venloerstraße, knabberte an meinem Abendessen und schaute mir das Treiben an. Ich kann euch nicht sagen, wie viele Leute an mir vorbei gelaufen sind, aber es waren einige. Lange Rede … ich habe es sehr spät gemerkt, dass dieses Alufoliendings unten geöffnet war und die Hälfte meiner Knoblauchsoße sich auf meinem Mantel, T-Shirt und Hose verteilte. -_- Ich habe ja die leise Hoffnung, dass es irgendwo im Internet ein Foto davon gibt.

 

 

Da ich aber so ein guter Mensch bin, habe ich mich so dann doch nicht mehr zu dem Konzert getraut. Die Fahrt nach Hause in der Bahn war schon unangenehm genug. Es gibt also leider keine Fotos von Prada Meinhoff bei mir, aber ich kann euch die trotzdem ans Herz legen.

Das war also das erste „neue“ c/o-pop-Festival mit neuem Konzept, und trotz schlechtem Wetter scheint es ein Erfolg gewesen zu sein. Ich hatte jedenfalls viel Spaß und habe tolle Fotos von drei Konzerten gemacht. Die kommen jetzt demnächst alle hier.

 


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