c/o Ehrenfeld – Tag 1

Das Wetter macht nicht richtig mit an diesem Wochenende. Die Temperatur singt weit unter 10 Grad, immer wieder Regenschauer. Die Besucher der c/o Ehrenfeld scheint das aber nicht sonderlich zu stören. Sie schlendern trotzdem durch die Straßen, machen bei Aktionen mit und stehen unglaublich lange für die kleinen kostenlosen Konzerte an. Das lohnt sich aber auch. Selbst mit Pressepass komme ich nicht mehr zu Mavi Phoenix rein.

 

 

Naja, dann eben schnell rüber zu BLVTH. Da stehen schon alle im Regen an und warten, dass die Zuschaue von Alli Neumann raus kommen. Auch das Yuca platzt aus allen Nähten und man sieht deutlich, wer hier Fan ist und wer nur mal gucken will. Ich sag nur: unironischer 90s-Style it is.

Während hier noch das Banner aufgegangen wird, wird in der 1. Reihe diskutiert, ob es nicht doch schlauer sei, für solche Konzerte hier bezahlen zu lassen, damit auch wirklich nur Fans reinkommen.
(Ich sage ganz klar NEIN, denn als Fan wird man ja eh aufs reguläre Konzert gehen. Wie viel spannender ist es, dass die Künstler hier für alle spielen und sich so auch selbst noch mal ausprobieren können. Einfach so stolpert hier eh niemand rein, man denk an die Schlange.)

 

 

Weil es im Yuca kein Netz gibt, weiß ich ab hier auch nicht mehr, wo meine Leute sind. Also Fotos machen und weiter. BLYTH habe ich vor ein, zwei Jahren schon mal als Support fotografiert. Hier heute gefällt mir das viel besser: sicherer und mit mehr Spaß. Das Licht ist nicht das beste, naja. Und damit ich noch eine Chance habe, zu Die Nerven zu kommen, muss ich leider nach der Hälfte schon wieder los.

 

(Alle Fotos gibt es hier bald)

 

Inzwischen hat der Regen wieder eingesetzt, aber die Leuten stört das nicht. Noch immer stehen sie gemütlich vor den Locations (oder zusammengedrängt drinnen), plaudern und schauen sich das Treiben an. Ich mag die Atmosphäre hier, genau wie Ehrenfeld an sich ist das sehr entspannt, bunt gemischt und ein spontan. Wir gucken halt alle, auf was wir als nächstes Lust haben.

Ich eile weiter zum Bürgerzentrum, winke auf dem Weg ein paar Leuten zu und kann mich dann dank Fotopass an der Schlange vorbeischmuggeln, die aus dem Inneren des BüZe bis zur nächsten Straßenecke führt.

 

 

Die Nerven brauchen lange für den Soundcheck und die Leute stehen derweil draußen im Regen. Dann werden die Türen geöffnet und wir alle dürfen ganz geregelt herein. (Auch hier wieder, keine Aufregung, alle ist angenehm ruhig.)

Der Krach, den Die Nerven machen, ist wirklich ein ganz besonders guter. Ich habe aber selten eine Band gesehen, die gleichzeitig keinen Bock, aber doch richtig Spaß hat – diese ironische Brechung! Die reizen mit ihren langen Pausen das Publikums, dabei wollen wir doch einfach nur tanzen. Ist dann Schluss ist mit den komischen Einlagen, knallt der Sound aus jeder Faser. Das ist so so so gut.

 

(Alle Fotos gibt es hier bald)

 

Gleich nach dem Konzert drängen die Leute schon für die Party hinein. Ich verabschiede mich, schlendere noch ein bisschen über die noch immer volle Venloerstr und hole mir noch was beim Kebapland. So viel gäbe es hier auf der c/o Ehrenfeld noch zu entdecken. Mal sehen, was der Sonntag bringt.

 


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