Gelesen im Januar (2019)

Das Jahr hat gerade angefangen und schon war ich krank, habe das erste 5-Sterne-Buch gelesen und eine neue Serie für mich entdeckt. Im Buch-Bereich kann ich also nicht klagen.

(Die Titel sind als Affiliate-Links zu Amazon verlinkt (*). Dazu habe ich „normale“ Links zu den Verlagen eingefügt.)

 

We are the ants – Shaun David Hutchinson

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Zum Jahresbeginn wollte ich etwas Leichtes lesen und griff zum Jugendbuch, ähm ja, hätte ich mich vorher doch mal mit dem Thema beschäftigt. In „We are the ants“ geht es um Depression, Verlust, geistige Gesundheit, Mobbing und so ziemlich jeden Trigger, den man sich vorstellen kann. Trotzdem ist das alles in einer einfachen Geschichte verwoben und gut erzählt. Beim Lesen hatte das Buch manchmal seine Längen, aber besonders die Auflösung hat mich überzeugt.

 

 

Die Ladenhüterin – Sayaka Murata

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Auf der einen Seite: Was für eine schöne und ungewöhnliche Protagonistin. Eine Frau, die einfach nicht in die Gesellschaft zu passen scheint und alles unternimmt, damit es doch irgendwie funktioniert. Keiko hat es nicht so mit Gefühlen, Empathie versteht sie nicht. Erst als sie als Aushilfe in einem durchstrukturierten Supermarkt anfängt und ihre Kolleginnen geschickt kopiert, hat sie endlich ihr Leben im Griff. Wenn da nicht nach einiger Zeit diese unangenehmen Fragen wären. Noch immer nicht verheiratet? Noch immer keinen „richtigen“ Job?
Auf der anderen Seite: Das Buch ist zu kurz! Ich mag es zwar präzise und auf den Punkt, aber aus dieser Geschichte hätte man noch so viel mehr rausholen können. Der ganze Teil mit Shiraha, einer Figur, die später im Buch auftaucht, ist so viel zu prominent und nimmt den Fokus von der Protagonistin. Vielleicht ein bisschen zu seltsam für manche, aber trotzdem eine Empfehlung von mir.

 

 

Der nasse Fisch – Volker Kutscher

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Ich höre ständig, wie unfassbar gut diese Gereon-Rath-Krimireihe sein soll und schon lange juckt es mich in den Fingern, mir die Bücher mal vorzunehmen. Da gibt es nur dieses eine Problem: Ich lese keine Krimis und kann damit meistens auch nichts anfangen. Das Buch hatte also einen schweren Start bei mir, aber ich fand es tatsächlich ganz ok. Interessant macht es für mich Krimi-Ignorant das Setting. Es ist 1929, der Kommissar Gereon Rath ist gerade von Köln (heeeey!) nach Berlin gezogen und kommt da gleich einer ganz großen Sache auf die Spur. Der Fall selbst war mir wie immer völlig egal. Ich habe schon vergessen, worum es ging. Das wird sich wohl auch so schnell nicht mehr ändern bei mir. Spannend macht das Buch für mich tatsächlich der geschichtliche Aspekt, also die Politik und die Gesellschaftstudie. Das ist auch der Grund, warum ich schon bald zum zweiten Teil gegriffen habe (weiter unten).

 

 

Das weiße Schloss – Christian Dittloff

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Meine ersten vollen 5 Sterne in diesem Jahr. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass „Das weiße Schloss“ eines dieser ganz besonderen Bücher werden könnte, denn es wurde mir warm von meiner Lieblingsbuchhändlerin in Berlin empfohlen. Auf dem Umschlag klingt es nach einer kühlen Dystopie: Ada und Yves wollen ein Kind, aber nicht, dass es ihren schönen Alltag stört. Also wenden sie sich an das weiße Schloss, eine Einrichtung, in der bezahlte Leihmütter Kinder auf die Welt bringen und es für die Eltern großziehen. Stattdessen ist das Buch eine warme Geschichte über Liebe, Beziehung, Eltern sein, Gesellschaft und den Gedanken, dass es mehr als ein Lebensmodell gibt. Ohne den moralisch erhobenen Finger, dafür mit wunderschönen Bildern. Man möchte sich hineinfallen lassen, besonders wenn man auch nicht den sog. „normalen“ Weg geht. Hier könnt ihr meinen ausführlichen Buchtipp lesen.

 

 

I’ll be there for you, FRIENDS, Alles über die beste Serie aller Zeiten – Kelsey Miller

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{Presseexemplar}

Ein Sachbuch im Monat sollte drin sein: klappt bis jetzt. FRIENDS ist die Sitcom, zu der Fans nach all den Jahren noch immer gerne zurückkehren und sie wieder und wieder anschauen. Warum das so ist, beschreibt das Buch ganz gut. Sechs Freunde in einer heilen Welt, die immer da sind, wenn man sie braucht. Das tröstet und tut niemandem weh. Oder doch? Die Autorin geht zum Glück auch auf die problematischen Seiten der Serie ein: Alles weiß, alles schlank, alles heterosexuell. Aber, so argumentiert sie, wenigstens kommen andere Charaktere immer wieder vor, auch wenn über sie gelacht wird: Eine Homo-Hochzeit, die dicke Monica, eine Transgender-Frau. Ob sie es sich damit zu leicht macht, kann ich nicht entscheiden. Insgesamt mochte ich das Buch, auch wenn es mir zu oft an der Oberfläche bleibt. Es erzählt mir zu sehr „hinter den Kulissen“ die Staffeln nach – und wann welche Schauspielerin was gedreht und wie viel Geld verdient hat, ist mir nunmal herzlich egal.

 

 

Der stumme Tod – Volker Kutscher

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Keine Sorge, das Buch ist schon ein bisschen größer. 😁 Ich habe den zweiten Gereon-Rath-Krimi als Hörbuch auf Spotify gehört und muss sagen, jetzt hat er mich. Der zweite Fall war spannend und seltsam: im der Berliner Filmszene der späten 1920er Jahre sterben Schauspielerinnen unter mysteriösen Umständen. Alles ist ein bisschen ineinander verwickelt, aber nicht so wild. Und auch wenn ich in diesem Leben kein Krimi-Fan mehr werde (jajaja), mag ich die Atmosphäre und die Figuren hier besonders. Es geht also weiter mit der Serie. Ihr seid hiermit gewarnt.

 

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Noch im Dezember gelesen, aber nachdem ich schon gebloggt hatte:

The Carnivorous Carnival, A Series of unfortunate events – Lemony Snicket

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Ich komme nur langsam weiter in der Reihe, aber ich mag sie trotzdem noch immer sehr. Natürlich kann ich im 9. Band nichts mehr über den Inhalt erzählen.
Die Netflix-Serie hat zwar nicht den Charme der Bücher, ist aber trotzdem ganz nett, wenn man sie gelesen hat.

 

Girlsplaining – Katja Klengel

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Feminismus ist gerade Trendthema und an sich habe ich natürlich nichts dagegen. Jedes Buch hat das Potenzial Mädchen und Jungs den entscheidenen Funken in den Kopf zu legen. Bei der Bücherwelle ist vieles redundant – aber würde man das bei Krimis oder Liebesromanen auch sagen? Gibt doch schon einen zu dem Thema, da braucht es nicht noch einen? Hier also Girlssplaining, an sich ein Buch bestehend aus feministischen Comicstrips zu den bekannten Themen. Kennt man alles, aber die einzelnen Geschichten sind schnell gelesen und sehr sympathisch. Da gibt es keine großen Kontroversen oder korrekte Lösungswege. Für den Preis fand ich es allerdings ein bisschen wenig.

 

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