Indie Cologne Fest 2018 mit Ilgen-Nur und Fortuna Ehrenfeld

Odonien Köln

Hier der zweite Teil zu meinem Ausflug zum Indie Cologne Fest 2018. Den zweiten Tag konnte ich mir leider nicht ansehen, weil ich am Samstag zum Gamescom Festival musste, aber meine heimlichen Highlights sind eh Freitag aufgetreten: Ilgen-Nur und Fortuna Ehrenfeld.

Pünktlich zum ersten Headliner des Tages wurde es dunkel in Odonien. Ilgen-Nur endlich mal live zu sehen, darauf habe ich schon lange gewartet. Leider wurden zu der Zeit die Scheinwerfer noch nicht angeworfen, so dass die Band immer mehr im Schatten verschwand (deshalb sind die Fotos auch nicht sooo super).

 

 

Ilgen-Nur arbeitet gerade an ihrem ersten Album und spielte somit auch ein paar Songs, die ich noch nicht kannte. Ich kann ihre EP „No Emotions“ von ganzem Herzen empfehlen, besonders „The Bags under your Eyes“. Die meisten werden die Lady aber von ihrem Mini-Hit „Cool“ kennen, der soweit ich weiß auch immer mal wieder im Radio gespielt wurde.

Wie dem auch sei, Ilgen kommt den meisten wohl ein bisschen unterkühlt und emotionslos vor, aber who fucking cares. Ich habe mein Herz jedenfalls in der Sekunde verschenkt, als sie auf der Bühne nach Gras oder Schmerztabletten gegen ihre Mens-Krämpfe fragte. Yay! A girl on stage! Aber auch musikalisch hatte das einiges zu bieten. Wir haben getanzt und unsere Köpfe geschmissen und ich freue mich auf die nächste Tour.

 

 


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Nach kurze Pause freute ich mich dann besonders auf Fortuna Ehrenfeld. Wer im letzten Jahr mal auf einer Show von Kettcar war, hat den Herren im Pyjama schon als Support gesehen. Und jetzt endlich auch: Licht!

Besonders laut sind die Fortunas auf Platte ja nicht und auch live starteten sie erstmal schön leise mit „Gegen die Vernunft“. Mit der Rotweinflasche am Hals und einer kratzigen Stimme. „Kannst du dich erinnern, wie wir uns damals küssten? Erst gegen die Vernunft und dann gegen die Faschisten.“ Hach. Da will ich gleich die Kamera wegpacken und nur noch zuhören. Auch wenn das Publikum noch nicht so stimmgewaltig ist, wie schön das zu sehen ist, wenn die heimischen Fans hier sind und die Band tatsächlich kennen.

 

 

Von Hits kann man ja hier noch gar nicht sprechen, aber mit „Analoges Mädchen“ und „Hundeherz“ gibt’s schon alles, was ich wollte. Und dann wird das ganze live auch etwas lauter und eindringlicher gespielt. Noch mal viel, viel besser als auf Platte. Das schnell festgelegte Motto des Abends lautet: „Wir spielen bis die Bullen kommen, schalalalala“. Naja, das klappt nicht so ganz, aber vom Gefühl her stimmt es.

 

Hier also mein großer Tipp von ganzem Herzen: Wer deutsche Texte mag, soll sich bitte Fortuna Ehrenfeld anhören. Und noch viel mehr: Sie live sehen. Mit einem kleinen Zwinkern nach München:
„In ein paar wenigen Minuten an diesen ganz besonderen Tagen
ist die Welt gar nicht so scheiße wie die alle immer sagen.“

 


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