Gelesen im August (2018)

Mein Lesemonat August 2018

Endlich ist er vorbei, der Sommer. Na gut, am See liegen und lesen ist natürlich schön. Aber im Café sitzen und lesen auch. Oder in eine Decke gewickelt auf dem Balkon. Oder mit einem Tee auf der Couch. Herrlich. Trotz allgemeinem Viel-zu-tun (wie immer), gibt es diesen Monat 5 Buchtipps.

(Die Titel sind als Affiliate-Links zu Amazon verlinkt (*). Dazu habe ich „normale“ Links zu den Verlagen eingefügt.)

 

Die Erfindung der Flügel

Die Erfindung der Flügel

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Dieses Buch hat nur ein Problem: Diesen komischen Titel. Der hört sich nach Kitsch und Esoterik an und war fast der Grund, dass ich das Buch gar nicht erst lesen wollte. Innen drin aber: fast 500 Seiten Großartigkeit. Es ist zur Hälfte die Geschichte der Sklavin Hetty, zur Hälfte die Geschichte ihrer „Besitzerin“ Sarah. Das Buch spielt im amerikanischen Süden. Es handelt davon, wie beide die Welt sehen und dann aus ihrem Leben ausbrechen, und das ganz ohne Kitsch und Schnörkel. Und wie viel besser wurde das Buch gleich noch mal, als ich laß, dass sich vieles davon an die echten Lebensgeschichten der Frauenrechtlerinnen Sarah und Angelina Grimké anlehnte. (Und sie tauchte ab und recherchierte…) Wer schmökern will, hier bitteschön.

 


 

Rezension Stern in der Ferne

Stern in der Ferne – Roberto Bolaño

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Kennt ihr das Gefühl, wenn man bei einer interessanten Unterhaltung daneben steht und nicht folgen kann, weil es immer wieder um Themen geht, von denen man so gar keine Ahnung hat? Ungefähr so habe ich mich beim Lesen gefühlt. Die Prämisse war interessant: eine Gruppe junger Dichter, einer von ihnen steigt in dem korrupten Regime von Pinochet schnell auf, die anderen merken bald, dass da noch mehr Böses in ihm steckt. Roberto Bolaño schreibt ganz wunderbar, allerdings verliert er sich seitenweise in Gesprächen über südamerikanische Dichter und kommunistische Generäle, so dass ich einfach nicht folgen konnte. Das wird mich nicht davon abhalten, irgendwann sein Epos „2666“ zu lesen, eine richtige Empfehlung ist das hier aber nicht.

 


 

Rezension Paper Girls

Papergirls 2 – Brian K. Vaughan, Cliff Chiang

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Endlich mal wieder ein Comic (und den habe ich sogar an einem Sonntag gelesen). Da es der zweite Teil ist, kann ich nicht viel zur Handlung sagen. Nur so viel: I love it. Zeitreisen, Monster, Girls, spannend und toll gezeichnet. Die deutsche Übersetzung ist manchmal ein bisschen holprig, aber nicht schlimm. Da ich mir die Papergirls aus der Stadtbibliothek in Köln hole, bleibe ich dabei und erwarte sehnsüchtig Band 3.

 


 

Rezension Sturmhöhe

Sturmhöhe – Emily Brontë

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Es ist lange her, dass ich Wuthering Heights gelesen habe, ich konnte mich aber leider nicht daran erinnern, dass ich tatsächlich jeden einzelnen Charakter im Buch nicht leiden kann. Alles spielt in der rauhen, moorigen Landschaft Englands. Der Vater bringt eines Tages ein neues Findelkind mit in die Familie, das durch seine wilde Art und dem Fakt, dass es nicht anerkannt wird, für Ärger sorgt. Damit startet eine lange und oft grausame Familiengeschichte. Eigentlich mag ich Klassiker ja sehr gerne, dies hier war allerdings ein bisschen anstrengend, auch wenn ich das Setting an sich mochte. Vielleicht muss ich mir noch mal eine Verfilmung ansehen, um mich dem Buch ein bisschen zu nähern. Hat jemand eine Empfehlung? (Meine Ausgabe ist übrigens von der Büchergilde Gutenberg und so, so schön: Hardcover ohne Umschlag, leinengebunden, goldgeprägt. Yes.)

 


 

Rezension Der Trafikant

Der Trafikant – Robert Seethaler

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Wie lange das Buch schon auf meinem Stapel ungelesener Bücher auf mich wartet und wie schnell ich dann durchgeflogen bin. Endlich mal wieder 5 Sterne! Der Trafikant ist ein Buch, in dem eigentlich nicht besonders viel passiert: Franz zieht vom Land nach Wien und wird Lehrling eines Trafikanten (sowas wie ein Kiosk, sorry, BÜDSCHEN), dann kommen die Nazis, ein Mädchen und Doktor Freud. Es ist die Stimmung und die Sprache, die das Buch ausmachen, ein bisschen schwermütig, fast ein bisschen nostalgisch, und herrlich kritisch. Und plötzlich ist mir auch dieser Dialekt viel sympathischer …

 


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