The Breeders im Gloria

Das war ein bisschen wie ein feines Wohnzimmerkonzert mit Freunden auf einer Hausparty. Da spielt eine nette Band, zwischen den Songs unterhalten sich alle, es wird lustig dazwischen gerufen, man kennt sich. Da singt die Bassistin kurzerhand den Violinenpart in einem Song, weil eben keine Violistin dabei ist, und Band sowie Publikum lachen sie herzlich dafür aus.

Die Breeders sind wieder da. Nach 10 Jahren Album-Pause ist dieses Jahr „All nerve“ erschienen, und das ist genauso entspannt-grungig wie ihre alten Sachen.

 

 

Der große Erfolg wird wohl auch dieses Mal nicht dabei sein, trotz großem 90s-Revival, in die Charts geht’s nicht mehr. Dabei steht da die Bassistin der Pixies vor uns. Dabei stehen da die Ladys (oder ein paar der Ladys), die uns „Cannonball“ gebracht haben – das übrigens schon vor der Zugabe gespielt wird und uns das Herz aufgehen lässt. Die Grunge-Girlgroup ist älter geworden, genauso wie wir alle im Publikum, auf der Bühne schlürft man jetzt Tee aus der Tasse. Auch irgendwie gut, denn so können wir sie tatsächlich im kleinen Gloria sehen. Wie gute, alte Freunde.

 


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