Gelesen im Mai (2018)

Buchtipps im Mai 2018

Wenn ich so am Ende drauf gucke, ist das ein komischer Lesemonat. Ausgelesen habe ich sehr wenig, allerdings sitze ich gerade auch noch an mehreren Büchern gleichzeitig, die entweder zu dick sind, um sie ständig mitzunehmen – I’m looking at you, Paul Auster! -, oder die ich auf dem Kindle oder als Hörbuch lese. Das ist also alles ein wenig durcheinander gerade, die muss ich erstmal weglesen, damit ich wieder ordentlich Bücher vorstellen kann. Tipps habe ich natürlich trotzdem diesen Monat.


(Die Titel sind als Affiliate-Links zu Amazon verlinkt (*). Dazu habe ich „normale“ Links zu den Verlagen eingefügt.)


 

The Dark Tower – The Gunslinger Born (Graphic Novel) – Stephen King

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Ich habe die Reihe „Der dunkle Turm“ nicht gelesen und weiß jetzt auch warum. Mann, Mann, war die Graphic Novel langweilig. Das soll alles ganz episch sein, aber eigentlich geht’s nur um ganz harte Kerle in einem Endzeit-Western, und EHRE und VERRAT und blaaaaa. Frauen gibt’s auch, aber die dürfen natürlich nur holde Jungfern und böse Hexen sein. So langweilig. Ich mochte tatsächlich nur die Zeichnungen und die Art und Weise, wenn der Erzähler einen Schritt zurück tritt und mit uns das Geschehen von außen betrachtet. Insgesamt nix für mich, aber wer‘s mag …

 

 

Last chance to see – Douglas Adams and Mark Carwardine

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Here is the thing: Ich mag Reiseberichte, sehr sogar, wenn sie gut geschrieben sind. Und das hier ist Douglas Adams! Er ist auf einer Reise um die Welt, um sich Tiere in freier Wildbahn anzusehen, die fast ausgestorben sind. Neben vielen Infos zu den bedrohten Arten und ihren Lebensumständen berichtet Adams von skurrilen Situationen und Menschen, denen er auf dieser Reise begegnet. Das Buch ist so lustig und ich bin froh, dass es mir vertrauensvoll in die Hand gelegt worden ist. Besonders, da Adams mir mehr als einmal aus der Seele spricht: „I have a cheerfully reckless view of air travel. It rarely bothers me at all. I don’t think it is bravery, because I am frequently scared stiff in cars, particularly if I’m drinving. But one you’re in an aeroplane everything is completly out of your hands … There’s nothing you can do.“
Und was ich gerade entdecke: Vor 10 Jahren hat Stephen Fry die gleiche Reise noch mal gemacht und das ist komplett auf YouTube. Sie entschuldigen mich kurz …

 

 

Atlas Obscura – Joshua Foer, Dylan Thuras, Ella Morton

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Kein richtiges „ausgelesen“, aber doch ein Buch-Tipp, den ich HIER auch noch mal lang aufgeschrieben habe. Der Atlas Obscura ist ein Reiseführer, der auf die sonderbaren Orte und Geschichten abseits der Touristen-Wege aufmerksam macht. Egal ob das tiefste Loch der Erde, lustige Dinosaurierparks oder versteckte Grabstätten. Den liest man nicht in einem Rutsch, da schaut man immer mal wieder rein. Denn dazu sieht er auch noch wunderschön aus.

 

 

In Love – Alfred Hayes

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Bis jetzt lag ich noch nie falsch mit Büchern der Büchergilde, auch hier habe ich wieder ein wunderschönes Buch bekommen. In Love ist ein wiederentdeckter Roman aus 1953, der besonders sprachlich heraussticht. Deswegen hat das Buch mich gerade am Anfang sehr begeistert. ABER, und hier muss ich kurz ausholen: das Buch wird aus der Perspektive eines Mannes erzählt, der von seiner Freundin verlassen worden ist. Da ist Trauer, da ist Schmerz, da ist Kränkung, und zu Beginn fühlt man noch mit ihm. Dann wird das aber eine misogyne Scheiße, die ich kaum glauben konnte. In den 50ern wahrscheinlich noch nachvollziehbar, aber wie unkritisch diese letzten Szenen heute noch interpretiert werden (Goodreads etc.), hat mich schon staunen lassen. Vielleicht muss ich dazu mal etwas Längeres schreiben. Ich bin also hin und her gerissen. Gutes Buch, seltsames Ende.

 


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