Meine Woche: Menschen am Flughafen

Ich hasse Flughäfen. Nein, eigentlich nicht, Flughäfen sind eigentlich ganz ok. Ich hasse nur Menschen an Flughäfen. Immer und fast alle. Ich werden dann zu einer großen, lebenden Version der Augenverdreh-Smileys.

Menschen an Flughäfen sind entweder unglaublich aufgedreht, vollkommen planlos oder von den kleinsten Dingen genervt. Wenn jemand bei der Sicherheitskontrolle doch noch den Gürtel ausziehen und man deshalb 5 Sekunden länger warten muss zum Beispiel. Selbst haben sie dann aber aus Versehen einen Hammer im Handgepäck und diskutieren eine halbe Stunde, dass ein Hammer keine Waffe ist. Alles schon passiert.

Die planlosen Menschen, die nie fliegen und deshalb mit fragendem Blick überall im Weg herumstehen, stören mich im Nachhinein betrachtet eigentlich gar nicht mehr so sehr. Wenn sie aber beim ersten Aufrufen des Flugs schon die Schlange ins Flugzeug bilden und anstehen, weil sie sonst vielleicht nicht mehr rein kommen, möchte ich schreien. Das sind auch die, die dir im Flugzeug dann lang und breit von ihrer Flugangst erzählen. AUGENVERDREHSMILEY!

Das geht dann auch fließend über in die aufgedrehten Leute, die das ganze Flugzeug wissen lassen, wo es hingeht, Schalalalala. Die lachen auch vorher im Flughafen immer ganz laut, egal ob es nach Mallorca oder nach Berlin für den kleinen Trendurlaub geht. „Hahaha – ich freu mich soooo!“, „Kenn ich ja schon alles, hahaha, aber hör mal die Durchsage!“ Die machen auch IMMER Witze über Flugzeugabstürze oder erzählen sich ihre schlimmsten Fluggeschichten, achtet mal darauf.

Das eigentliche Problem an Flughäfen bin aber ich. Ich bin die, die augenrollend in der Schlange steht, die sich genervt noch einen Kaffee kauft und sonst ihre Nase in ein Buch vergräbt. Ich bin so unsozial auf Flughäfen, dass niemand, der mich kennt, mit mir fliegen will.

Ich fahre also jetzt wieder mehr Bahn.


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