Black Rebel Motorcycle Club in der Live Music Hall

Ich habe selten ein Konzert miterlebt, dass gleichzeitig so dunkel und so hell war. Black Rebel Motorcycle Club hüllen sich in Nebel. Obwohl ich also eigentlich durchfotografieren darf, gibt es nach den drei Songs im Graben nur noch Silhouetten-Fotos, denn gleichzeitig schießen sie von hinten mit grellen Lichtern in die ersten Reihen. Und da haben wir’s – alles düster, trotzdem blind.

Wo ich mich bei anderen Band ein bisschen darüber ärgern würde, macht mir das hier ehrlich gar nichts aus. Black Rebel Motorcycle Club brauchen keine großen Gesten, man muss sie eigentlich nicht mal richtig sehen.
Die Live Music Hall ist voll und trotzdem bleibt es zwischen den einzelnen Songs ungewöhnlich leise. Das ist ein gutes Zeichen, denn die Leute wollen zuhören und sind begeistert. Wir müssen die Band auch gar nicht groß anfeuern, weil wir wissen, dass da noch mehr kommt: Black Rebel Motorcycle Club sind schließlich bekannt dafür, lange, lange Shows zu spielen.

Ich kenne BRMC leider nicht gut genug, um über Besonderheiten und Highlights zu berichten. Ich kann aber sagen, dass die Qualität heute Abend gleichbleibend gut ist. Ich höre jeden einzelnen Song gerne (besonders aber „Love Burns“, vielleicht doch ein kleines Highlight für mich). Das Publikum tanzt, ohne Krawalle, ohne Remmi Demmi. Black Rebel Motorcycle Club spielen ein routiniertes RocknRoll-Set im besten Sinne des Wortes: Da sitzt jeder Handgriff, da steckt genug Gefühl in jedem Ton. Düster und blind, egal, gutes Konzert.


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