Meine Woche: Auszeiten

Ich habe Urlaub und das erste Mal in diesem Jahr so richtig lange. (2 Wochen sind richtig lange, jaja.) Eine Woche davon fahre ich alleine in die Sonne und bin überrascht, wie viele Leute das seltsam finden.

Ich kann natürlich nur spekulieren, warum Menschen mich so schockiert ansehen und zweimal nachfragen, ob ich wirklich ganz allein fahre. Ich kann euch beruhigen: Ich habe tatsächlich Freunde und Familie, bin nicht auf der Suche nach süßen Poolboys und werde auch keine Drogen schmuggeln. Die Leute, die ungläubig gucken, sind im Übrigen auch eher die Menschen, die weder alleine Essen noch ins Kino oder auf Konzerte gehen. Meist kommt noch ein „Ich könnte das ja nicht“ hinterher.
Ich habe aber täglich mit ganz vielen Menschen zu tun, beruflich und privat fast immer Leute um mich herum. Jetzt habe ich endlich Urlaub – und sonst niemand. Warum also nicht die Zeit nutzen? Ich brauche eine Auszeit, weil in meinem Leben gerade sehr viel passiert. Los gehts mit Sonne und Ruhe.

So liege ich also jetzt am Strand und brate in der Sonne (26 °C sind für mich ganz schön heiß :)). Ich fahre mit dem Rad ins nächste Dorf oder spaziere durch Palma und entdecke hübsche Restaurants. Ich muss meine Pläne mit niemandem abstimmen, nicht warten und mich nicht beeilen. Und wenn ich Lust habe, kann ich den ganzen Tag in dem niedlichen Strandcafe sitzen, dort die Aussicht, den starken Kaffee und das Wlan genießen.



Eine Woche ganz alleine sein, ist trotzdem nicht so einfach. Bis auf ein bisschen Smalltalk beim Essen oder am Strand rede ich tatsächlich mit niemandem. Das ist seltsam, aber gleichzeitig so, so gut. Wenn ich alleine bin, kann ich nachdenken. Vielleicht ist es gerade das, wovor manche Angst haben. Denn außer den Büchern und der Musik, die ich dabei habe, ist da nichts. Ein paar Sehenswürdigkeiten, ein paar WhatsApp nach Hause, nichts. Macht euch das nervös? Kann ich verstehen. Am dritten Tag war es kurz komisch. Da hatte ich alles gesehen und musste tatsächlich Zeit mit mir selbst verbringen. Das war kurz langweiliger als gedacht.

Trotzdem: Was ich hier merke ist, wie wichtig Auszeiten aus dem Alltag sind. Meine Gedanken schweifen zu den Baustellen, die zu Hause auf mich warten, und alleine im Urlaub habe ich Zeit, mich damit auseinander zu setzen. Alleine im Urlaub kann man Dinge in seinem Kopf sortieren. Im Urlaub mit Freunden ist das ganz anders. Das nächste Mal dürfen sie aber trotzdem auch gerne wieder mit. 🙂


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