Gelesen im März

Der März war der erste große Konzertmonat des Jahres, daher habe ich etwas weniger gelesen. Reicht trotzdem.



Frankenstein: Mary Shelley
Ich hatte in der Uni mal ein Seminar über Monster und musste mit anderen zusammen eine Seminararbeit über Frankenstein schreiben. Da ich das Kapitel über die Filme geschrieben habe, konnte ich mich damals geschickt davor drücken, auch noch das Buch lesen zu müssen. Da wurde es langsam Zeit, denn a) mag ich Klassiker und b) habe ich diese wunderschöne Ausgabe von dtv entdeckt. Das Buch ist interessant, weil es sich doch stark von all den Verfilmungen unterscheidet. Das Monster ist hier kein schreckliches Jump-Scare-Monster (oder manchmal schon), stattdessen ärgert man sich eher über den Doktor. Gleichzeitig zieht das Buch sich schon ein bisschen, an diese düstere Romantik muss man sich erstmal gewöhnen. Dracula mochte ich jedenfalls viel lieber.
Silicon Germany: Christoph Keese
Ich lese für meinen „richtigen“ Job immer wieder Sach- und Fachbücher – die nehme ich hier aber nie mit auf. Das Buch hier hat entfernt etwas damit zu tun, aber vielleicht sollte ich auch privat mein Auge mal wieder auf Non-Fiction werfen. Silicon Germany fand ich ganz gut, auch wenn ich Christoph Keese an so vielen Stellen widersprechen muss, u.a. schon die Netzneutralität und die sozialen Aspekte der digitalen Revolution. Er beschreibt in dem Buch, wie weit Deutschland bei diesem Wandel hinterher hinkt – und da muss ich leider genauso in vielen Teilen recht geben. Das Internet wird auch die nächsten Jahre noch vieles verändern, was wir bisher als gegeben betrachtet haben, und da müssen wir sowohl privat als auch als Gesellschaft aufpassen, dass das nicht alles an uns vorbei zieht.

Aaarfz: Markus Herrmann
Nach schlurfendem Klassiker und monströser Zukunftsversion brauchte ich etwas nettes und leichtes. Ganz lang habe ich schon Aaarfz von Herm im Schrank. Wer ihn nicht kennt – er schreibt den wunderbaren Blog Hermsfarm.de (leider nur noch viel zu selten) und ist ein Drittel des Podcasts Gästeliste Geisterbahn, den man eigentlich kennen sollte, wenn man weiß, was ein Podcast ist. Aaarfz ist einer der schon fast üblichen Berlinromane: Da ist ein Mann Mitte, Ende zwanzig, ohne Freundin, der nicht so ganz weiß, was er will. Zwischendurch fährt er auch mal zu seinen Eltern aufs Dorf. Ein bisschen Coming-Off-Age, ein bisschen Identitätsfindung, das ist alles ganz nett. Der Twist, dass er Astronaut werden will, und beginnt, sich mit diesem Vorhaben auseinander zu setzen, ist leider viel zu halbherzig. Und wo der Schreibstil im Blog funktioniert, ist das auf Buchlänge doch irgendwann anstrengend – zu viel ADHS und gewollt lustig. Das war nett für zwischendurch, geht aber besser.
A series of unfortunate events 4 – The miserable mill: Lemony Snicket
Back to Snicket! Ich musste ja noch Band 4 nachholen, auch wenn der bei weitem nicht mein liebster ist. Auf Netflix gibt es jetzt übrigens die erste Staffel der neuen Serie mit Neil Patrick Harris und vielen anderen. Da sind immer zwei Serien-Folgen zu einem Buch und The miserable mill ist die letzte. Ich musste mich ein bisschen an die Darstellung gewöhnen, fand sie dann aber wirklich gut. Kann ich empfehlen und hoffe, dass sie weitergeführt wird.

(Anzeige)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.