Gelesen im Dezember

Geplant hatte ich, ganz viel zu lesen im Dezember. Viel Zeit, kuschelige Stimmung … Jaja, klappt dann doch nicht immer so. Zum einen musste ich viel, viel arbeiten, zum anderen waren die Bücher, die ich mir ausgesucht hatte, jetzt auch nicht gerade solche, die ich immer wieder dringend zur Hand nehmen musste.


Alvin Schwartz, Brett Helquist: Stories to tell in the dark
In den USA hat fast jeder diese kleine Sammlung von Gruselgeschichten gelesen, also wollte ich das auch mal versuchen. Leider sind das gar keine richtigen Geschichten, sondern eher Anleitungen für Erschreck-Geschichten, d.h. besonders am Anfang geht es gar nicht darum, eine Geschichte zu Ende zu erzählen, sondern den richtigen Punkt zu finden, laut zu brüllen, damit sich alle erschrecken. Am Ende des Buches geht es dann mehr um Urban Myths, was es wieder ein bisschen besser macht. Trotzdem: nichts daran ist gruselig, außer vielleicht die Illustrationen, die wirklich gut sind.
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Lemony Snicket: A series of unfortunate events – The Austere Academy 5
AUFMERKSAME Leser wundern sich: Nummer 5? Was ist denn mit Nummer 4 passiert? Ähm ja, die habe ich tatsächlich vergessen und muss sie als nächstes noch nachholen. So früh in der Serie ist das aber noch gar nicht so schlimm. Und apropos Serie: Bald kommt die Serie auf Netflix! (Und eigentlich sollte ich bis dahin mit allen Büchern fertig sein…)
Rita Sepetys: Und in mir der unbesiegbare Sommer
Puh, was für ein Buch. Oder besser: Was für ein Thema. Schwer ist das, schwerer geht es eigentlich kaum noch. Mitten im 2. Weltkrieg werden in Litauen (genauso wie in Estland und Finnland) Menschen von der sowjetischen Armee verschleppt und in Arbeitslager in Sibirien gesteckt. Im Buch folgen wir der 15-jährigen Lina, deren Familie eines nachts abgeholt und in einem Viehtransporter einmal quer durch Russland transportiert wird. Wir lesen von unmenschlichen Bedingungen, von Leid, Hunger und Tod – und trotzdem ist der Schreibstil leicht und verständlich. Das ist auch genau das, was ich an dem Buch mag und auch wieder nicht. Für ein Jugendbuch ist es irgendwie zu schwer und zu grausam, für einen Erwachsenenroman zu oberflächlich. Lina erlebt und reflektiert wenig (und auch das stimmt eigentlich nicht, kommt mir aber so vor). Zum „schnellen“ Lesen ist es sicher ein gutes Buch. Mir hat sich ständig die Frage gestellt, ob das Buch dem Thema gerecht wird.
[Ich sehe gerade, dass der Verlag das Buch anscheinend schon preisaufgehoben hat. WTF! Ihr bekommt es also gerade für nicht mal drei Euro bei Amazon (Klick auf die Überschrift ist ein Affiliate-Link). Auch wenn mir das im Herzen wehtut.]
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Jonathan Safran Foren: Hier bin ich
Der neue Jonathan Safran Foer ist da! Ein Buch, auf das ich wirklich seit Jahren warte. Ich war begeistert von „Alles ist erleuchtet“ und habe vielen Leuten „ Extrem laut und unglaublich nah“ geschenkt – und jetzt liegt hier plötzlich ein 683 Seiten schwerer Wälzer neben mir, an dem ich jetzt aber auch schon einen Monat lese. Ich werde bald mal länger über das Buch schreiben, so viel sei aber schon gesagt: Ich habe erstmal drei Sterne vergeben. Über mehr muss ich noch nachdenken…
[Und hier noch ein Hinweis: im Januar ist Foer in Köln auf der Lit.Cologne! Ich habe leider kein Ticket mehr bekommen, aber vielleicht taucht ja vorher noch was bei Ebay auf oder so ;)]

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