The Cure in der Lanxess Arena

Natürlich wusste ich, dass The Cure wieder auf Tour sind. Zum einen durch Musikpresse und Pressemitteilungen, zum anderen kenne ich ein paar liebenswerte Verrückte, die der Band folgen wohin sie können. Ich kann also nicht behaupten, dass mich das Konzert in der Lanxess-Arena überrascht hat. Zu spät war ich trotzdem. Ausverkauft!

Aber ich sag’s ja immer: Musikliebhaberei findet ihren Weg. Bei großen, ausverkauften Konzerten gibt es immer Leute, die davor noch ein Ticket verkaufen. Sei es, weil jemand krank geworden ist, oder weil sie es „beruflich“ machen. Ich habe mich also selbst glücklich gemacht und mir einen Platz am oberen Rand der Halle besorgt. Ich schwebe über der Lanxess Arena. Ich kann euch also ALLE sehen.

The Cure live – Das ist ein neues Häkchen auf meiner Konzert-Bucketlist, meiner Wunschliste, auf der alle großen Bands und Künstler stehen, die ich noch live sehen will. Robert Smith, fuck yeah!


Ein von Miriam (@c.c.cologne) gepostetes Video am


Im Stadtanzeiger konnte man vorher lesen, dass die Zuschauer „viel Weltschmerz, Todessehnsucht und Nostalgie“ erwartet. Wer schreibt denn sowas? Ich kann gar nicht sagen, wie viel Liebe da in der Luft lag. Fans, die The Cure seit den 80ern folgen, Fans, die jedes Wort mitsingen können, Fans, die die Band von ihren Eltern kennen und starstruck dastanden. Die Stimmung war so liebevoll und freundlich, dass ich gar nicht mehr weg wollte. Leute, die dir ihren Platz anbieten und dein Getränk halten, die fragen, ob sie im Weg stehen. <3

Und das alles, während Robert Smith da unten drei Stunden (!) spielt – inklusive alter Hits und unveröffentlichter Stücke. Auch wenn er dabei eigentlich kaum spricht, außer um sich zu entschuldigen, dass seine Stimme angeschlagen ist. Das hier ist, warum wir auf Konzerte gehen: Wegen dem Gefühl, wenn man wo auch immer in der Halle steht und einen Song wie Friday I’m in Love oder Close to me live hört. Songs, die man schon hundert Mal im Radio gehört hat, und plötzlich die Power spürt, die dahinter steckt. Und die Gefühlswelle, die durch das Publikum schwabbt. Lullaby, Just like Heaven, A Forest – sebst wer kein großer The-Cure-Fan ist, hält den Atem an, wenn er das live sehen kann. Das war ganz groß.

Mein kleiner Wehmutstropfen: kein Love Cats. Vielleicht nächstes Mal.


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