Drangsal im Club Bahnhof Ehrenfeld (c/o pop)

Tag drei auf der c/o pop, und im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen, gehöre ich heute eher zu den jüngsten im Club. Drangsal spielt ein sehr sympathisches und tanzwütiges Konzert im CBE.

Es ist heiß! Es ist viel zu heiß. Und der Nebel, der noch von der Vorband in der Luft hängt, macht die Sache auch nicht besser. Trotzdem stellen wir uns gerne in dieses Tropenhaus namens Club Bahnhof Ehrenfeld und warten auf Drangsal. Zur c/o pop ist er das erste mal überhaupt in Köln. Der junge Herr hat gerade erst sein Debutalbum „Harieschaim“ herausgebracht und auch noch nicht so besonders viel Live-Erfahrung.

Am Anfang merkt man das auch. Ein bisschen nervös, ein bisschen theatralisch steht der junge Max Gruber auf der Bühne und auch die Abmischung ist nicht so super. Das ändert sich aber ganz schnell. Die Band entspannt sich und die Leute tanzen, alles gut, wir verstehen uns super.

Drangsal Köln 1

Die Musik von Drangsal ist so ganz anders als alles, was neue Acts gerade sonst so rausbringen. Drangsal ist aus der Zeit gefallen, so kann man es nennen. Das ist reiner New Wave und Postpunk, das ist so 80er, dass wir hier in einer Zeitmaschine festsitzen. Synthies! Synthies! Und wir tanten zu „Love me or leave me alone“, „Do the dominance“ und „Allan Alain“.

Ein paar Songs singt er auch auf Deutsch, und so stell ich mir richtig gute NDW-Underground-Partys vor. Ich kann nicht entscheiden, was ich lieber mag, aber das muss ich ja zum Glück auch nicht. Der neue Song, den er alleine auf der Bühne spielt, ist noch nicht so rund wie die anderen. Und Cover gibt es auch! Für Christian vom Aethervox Ehrenfeld Podcast spielt er etwas von den Misfits („Hybrid Moments“, glaube ich). Als Zugabe covert er noch mal „Panik“ von The Smith (gar nicht mal so gut, sorry) und Köln blamiert sich bis auf die Knochen, weil die es VERKACKEN! Echt jetzt, ich habe das auf Video!

Drangsal Köln 2

Insgesamt: Was für ein wunderbarer Abend. Sehr sypathisch und wunderbar schlagfertig nimmt uns Drangsal mit auf eine Reise in die „guten“ 1980er. Er erzählt witzige Anekdoten und kommt wunderbar auf Zwischenrufe klar. Wir tanzen ausgelassen, auch wenn alles an uns klebt. Im Oktober kommt er wieder auf Tour ins Gebäude 9. Hingehen!

Ein von Miriam (@c.c.cologne) gepostetes Video am


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