Dinge, die wichtiger sind als Milliarden

Mein Konzerttief ist doch noch nicht vorbei… Heute wollte ich Milliarden sehen, mache ich aber nicht. Btw: Da gibt’s noch Tickets für ein paar Euro, geht da verdammt noch mal hin!

Es ist ja nun recht offensichtlich, dass ich gerne auf Konzerte gehe. Große Hallen, viele Menschen, und ich quetsche mich nach vorne, um drei Lieder zu fotografieren. Noch lieber sind mir die klitzekleinen Konzerte, wo sich weniger Menschen in kleinere Räume quetschen, um sich etwas ganz Neues anzusehen. Am besten kratzig, am besten dreckig, am besten schwitzig und ehrlich.



Heute spielen Milliarden im Blue Shell. Perfekter Club, perfekte Band. Jaja, Wanda auf Hochdeutsch, sagt der eine. Rios Babys, sage ich. Eine EP haben sie bis jetzt veröffentlicht mit nur vier Songs. Und eine recht poppige Single. And I love it. Tief in meinem kleinen Teenagerherz. Was würde ich heute tanzen und mich dabei an der kleinen Bühne festhalten, um zu fotografieren. (So wie letztes Jahr bei Ezra Furman.)

Leider wird daraus erstmal nichts. Mein Tanzbein schmollt zwar, aber manchmal gibt es wichtigere Dinge als Konzerte und Bands. Ein Freund ist in der Stadt, den ich viel zu lange nicht gesehen habe. Der Code heißt: „Wenn es nicht David Bowie ist, dann komm.“ (Wahrscheinlich brauchen wir einen neuen Code) Also lasse ich Milliarden auf der Strecke und werde reden, und diskutieren, und lachen, und trinken, und nachdenken, und aufmuntern. Mit Bier und Mexikaner bis die Bar schließt. Ich denke, das werden auch Milliarden verstehen.

Aber ihr, die heute durch Köln streifen oder gemütlich netflixen wollten: Geht ins Blue Shell. Die Vorband beginnt um neun und Milliarden stehen dann wahrscheinlich um zehn auf der Bühne. Das Konzert ist nicht ausverkauft und teuer wird es auch nicht sein. Zeigt den Herren, dass wir hier mehr von ihnen sehen wollen. Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei.



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