Fantasy Film Fest Nights 2016

Am 9. und 10. April fanden in Köln die Fantasy Film Fest Nights statt. Ein Wochenende lang konnten die Besucher im Residenz Kino an der Christophstraße (Astor Film Lounge) vor dem guten Wetter flüchten und sich insgesamt 10 Filme ansehen, die teilweise noch gar nicht im Kino laufen.

Ich bin ja theoretisch ein begeisterter Anhänger vom Konzept von Filmfesten. Ein Wochenende lang nur Kino? Ich kann mir wenig Besseres vorstellen. Mit dem Fantasy Film Fest habe ich aber leider immer meine Probleme, weil der Horroranteil meist sehr hoch ist und ich mit den Jahren leider schrecklich schreckhaft geworden bin. Zu viel Grausamkeit auf der Leinwand und ich bin raus. Hach.

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Zehn Filme gab es also an diesem Wochenende zu schauen. Wie viel das komplette Filmfestival-Ticket gekostet hat, also das Ticket, mit dem man in alle Filme hintereinander gehen konnte, weiß ich leider gar nicht mehr so genau. Vielleicht kann ein Leser mir das noch nachreichen? Wer die Filme einzeln sehen wollte, musste 10€ pro Film zahlen.

Ich war in diesem Jahr besonders an zwei Filmen interessiert: THE LOBSTER (Samstag 22:30 Uhr) und HIGH-RISE (Sonntag 19 Uhr), habe es dann aber leider nur am Samstag geschafft und kann daher auch nur von der Atmosphäre an diesem Tag berichten. Vor dem Residenz war die Stimmung schon ganz wunderbar. Das Wetter gut, die Leute freundlich, es wurde viel über Filme und alles Mögliche andere geplaudert. Ganz wenige waren sogar ein bisschen verkleidet, mh, oder vielleicht auch nur sehr exzentrisch angezogen, ich weiß es nicht. Wer sich wirklich durch das gesamte Programm geschaut hat, hat sich über die Location wahrscheinlich gefreut. In den breiten, bequemen Kinosesseln des Residenz kann man schon ein paar Stunden Filme ertragen. Leider ist die angebotene Verpflegung da noch immer „gehoben“, wie sie es so schön nennen. Statt Popcorn gibt es Cookies für 3,50€, statt Nachos eine kleine M&Ms-Tüte für 4,50€. Bleiben wir also bei den Getränken.

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Ich habe also an diesem Abend nur THE LOBSTER gesehen und fand ihn ganz wunderbar. Langsam und seltsam, und sicher nicht für den Arthouse-unerfahrenen Zuschauer geeignet. Die können sich hingegen über eine Starbesetzung und wirklich lustige Gesellschaftskritik freuen. Collin Farrell, John C. Reilly, Léa Seydoux, Rachel Weisz, Ben Whishaw. In der Mitte hatte der Film seine Längen, das ja, aber insgesamt hat er mich sehr glücklich und nachdenklich hinterlassen, so dass ich nach dem Film spontan noch ein bisschen weg von den Ringen durch die Nacht nach Hause spaziert bin.
(Der Film kommt jetzt übrigens schon auf DVD und VOD raus und warum zum Teufel muss der in Deutsch schon wieder einen so wahnsinnig dämlichen Untertitel kriegen?!?!?!)
Ansonsten gab es bei der diesjährigen Fantasy Film Fest Night übrigens diese Filme zu sehen: EMELIE, MOONWALKERS, PANDEMIC, THE WITCH, WHAT WE BECOME, THE SURVIVALIST, GREEN ROOM, HIGH RISE und THE VETERAN.

Bei meinem kurzen Ausflug auf das Filmfest habe ich mich sehr wohl gefühlt und mich, auch wenn ich gar nicht richtig dazu gehört habe, gleich nett unterhalten. Vielleicht wage ich mich ja nächstes Jahr mal richtig hin. Mit mutigen Freunden! (auch wenn ich auf die richtig fiesen Splatterfilme auch weiterhin gerne verzichte…)


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