Cologne Conference 2015

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Hach, schon ist die Cologne Conference wieder vorbei, und ich wollte doch noch darüber schreiben. Also bitte:

Die Cologne Conference ist ein Film- und Fernsehfestival in Köln, das jedes Jahr gegen Ende September stattfindet, mittlerweile seit 25 Jahren. An mehr oder weniger fünf Tagen werden dort internationale und nationale anspruchsvolle Produktionen von Dokumentationen über Spielfilme bis zu den ersten Folgen einer neuen Serie gezeigt. Oft mit Star-Besuch. (Ich erinnere mich an 2010, als ich im Büro saß und mein Freund Ben schrieb, dass er gerade Don Draper im Kino getroffen hat. Mein Herz schmerzt heute noch ein bisschen.)

Filmausschnitt Mr Robot

Dieses Jahr habe ich tatsächlich ein Festivalticket gewonnen (Danke, @ Stadt Revue!), d.h. freier Eintritt zu allen Filmen. Ok, ich hätte daran denken sollen, mir vorher ein Ticket für »Mr. Robert« zu holen, wenn Christian Slater und Rami Malek persönlich da sind. Blöd von mir. So stand ich verwirrt vor dem roten Teppich, bevor Christian Slater fast über mich drüber gestolpert ist. (Nicht an Draper, aber naja.)

Filmausschnitt Listen Up Philip

Wegen anderer Termine konnte ich leider nicht ganz so viele Vorstellung mitnehmen, wie ich es mir gewünscht habe. »Listen up Philip« habe ich gesehen. Der war großartig. Aber was soll bei einem Woody-Allen-esken Film mit Jason Schwarzmann und Elisabeth Moss auch falsch laufen?

Filmausschnitt The Act of Killing

Sehr beeindruckend war »The Act of Killing« von Joshua Oppenheimer. Das ist eine Dokumentation, die sich mit den Massenmorden in Indonesien in den 1960ern beschäftigt. Die Kriegsverbrecher von damals sind nie bestraft worden, die ganze Situation wurde nie verarbeitet. Oppenheimer lässt die Täter hier selbst erzählen und einen eigenen Film über die Ereignisse machen, bis sie sich über ihre Taten bewusst werden. Unglaublich gut! Der zweite Teil zu den Opfern, »The Look of Silence“, lief gleich danach. Das habe ich aber emotional nicht mehr auf die Reihe gekriegt. Muss ich nachholen.

Er mittelmäßig war »Banksy does New York«. Ob seine Streetart nun schlau oder plump oder Kunst oder nicht ist, ist mir ziemlich egal. Der Film hat keinen Spannungsbogen und nichts, das er wirklich erzählt.

Filmausschnitt  Tangerine

»Tangerine« muss ich jetzt noch unbedingt nachholen und vielleicht »Babai« und »Chrieg« und »Embrace the Serpent«. So viel Programm, so wenig Zeit! Fast alle Filme liefen übrigens im Residenz, also schick im Ledersessel und bei guten Getränken. Tolle Konferenz. Nächstes Jahr wieder mit Festivalpass!

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