Geburtstagswoche

Es ist eine Tradition im Hause CoolCats, dass uns Geburtstage nicht so wichtig sind, die Geburtstagswoche aber etwas ganz besonderes ist. Warum soll man auch alles Gute an einen Tag verschwenden, wenn man sieben davon haben kann? Jedes Jahr nehme ich mir also eine Woche frei, bleibe in Köln, fahre an meine liebsten Orte, gehe gut essen und lass mir die Sonne auf den Bauch scheinen (wenn denn welche da ist). Dieses Jahr war es so:

Vorgeburtstagsabend: Zu fucking heiß. 42 Grad in Köln kann nicht verkraftet werden. Ich liege also den ganzen Tag in meinem Wohnzimmer und gucke Filme, in denen es auch zu heiß ist. Sollen die doch auch leiden! Stand by me, Das Fenster zum Hof, Endstation Sehnsucht. Um 22 Uhr traue ich mich raus und versuche noch ein bisschen Leben in den Tag zu bringen: Ein Salätchen im Secco. Bierchen in den Hängenden Gärten. Reinfeiern in Ehrenfeld.

Sonntag: Ich habe Geburtstag und es ist noch immer heiß. Nachdem ich in dieser Nacht eigentlich gar nicht geschlafen habe und mich das Gewitter am Morgen erschreckt, schlafe ich ungeplant den ganzen Vormittag. Ich habe Geburtstag, ich darf alles. Am Nachmittag geht’s zu Mutti, klar.

Montag: Heute startet die EIGENTLICHE Geburtstagswoche. Mit lesen. Jaaaaaa, so schön. Am Abend geht es ganz entspannt zu den Alabama Shakes ins Gloria.

Dienstag: Nicht der beste Tag, das muss ich zugeben. Um die Laune zu heben, gehe ich zur Thaimassage. Eine Stunde verkloppt mich eine kleine Oma und I love it. Faszinierend auch, wie schnell man sich auszieht, wenn man da angeschrien wird: „Hose aus.“ „Nee, ich wollte eigentlich nur eine Rückenmassage.“ „HOSE AUS!“ „Äh ja, ok.“ Außerdem kommt mein Selbstgeschenk an: Ein Massagekissen. Ihr werdet also in Zukunft die entspannteste Miriam überhaupt haben.

Mittwoch: Ausschlafen und dann den Besuch aus Hamburg vom Bahnhof abholen. 2 Jahre nicht gesehen?! Kann doch nicht sein. Um gegenseitig auf den neuesten Stand zu kommen schlendern wir durch Ehrenfeld, trinken Wein und kaufen Bücher. Am Abend geht’s in die Südstadt zu Massimo und in die Lotta.

Donnerstag: Zum Frühstück Tapas essen gehen. Weil ich es kann! Das Moyos ist zwar ein Ringeschuppen und deswegen sollte man sich davon eigentlich fernhalten, aber die Tapas sind gut und dem Besuch muss man ja die seltsamen Gestalten hier zeigen. Danach shoppen wir ein bisschen – guckt euch mal den Granit-Shop auf der Ehrenstraße an. Danach schlendern wir ein bisschen durch das Museum Ludwig und ich lasse mir Künstlerbiografien erklären. Und weil es abends im Odonien zu voll und zu jung ist, gehen wir halt noch mal Sushi essen im Shibuya. Weil wir es können!

Freitag: Bevor ich den Besuch wieder am Bahnhof abgebe, frühstücken wir noch am Eigelstein im neuen Café Jlöcklich (dummer Name, toller Kaffee) und essen Kuchen im Café Schmitz. Danach mache ich das Beste, Beste, Beste: Mittagsschlaf. Wie toll mein Leben wäre, wenn ich das immer machen könnte. Am Abend gibt es noch kurz und heftig wunderbaren Gin Tonic im Gwendoline in Nippes.

Das Konzept Geburtstagswoche: kein Wirbel um einen einzigen Tag – eine Woche Freunde treffen und tolle Sachen machen. Besser als alle Geschenke.

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