The Minutes, 23.02.2015, MTC

Minutes_live_Köln

Uiuiui, wie lange ich schon nicht mehr auf einem „echten“ Rockkonzert war… Ein schön schmuddeliges, lautes, irgendwo im Keller. Das merke ich unter anderem daran, dass ich denke, ich käme viel zu spät und das MTC dann gerade erst aufmacht. Merke: The Minutes spielen nicht um 20h.
Überhaupt, endlich mal wieder Männer mit richtigen Bärten hier und Leute, die vor der Bühne stehen und über die Gitarren der Band philosophieren. Hier möchte ich bleiben.

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Als Vorband sehen wir heute Dead Man’s Eyes aus Köln, die zwar nicht ganz das Genre des Abends teilen, aber ganz gut sind, wenn sie den Weg aus der Wüste finden. Eine Fallafel später wird es dann endlich laut. Ich mach’s kurz: bestes Konzert 2015 bis jetzt. Rocknfuckingroll.

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The Minutes sind die Cousins Mark Austin (Gitarre/Gesang) und Shane Kinsella (Schlagzeug) und der Bassist Tom Cosgrave. Sie kommen aus Dublin und zeigen schon seit 2006, was sie live so drauf haben, unter anderem als Vorbands von Supergrass oder Black Rebel Motorcycle Club.
Die drei machen jedenfalls kein Tamtam, sondern kommen auf die Bühne und reißen den Laden ab. Nach dem ersten Song hat Mark alle Flaschen von der Bühne gewirbelt und ich rette meine Kameratasche aus den Scherben. Das knistert beim Tanzen so schön unter den Füßen. Ich bleibe heute Abend hier.

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Beim zweiten Song tanzt das Publikum ausgelassen und die Temperatur unten im MTC steigt und steigt. Mark tropft aus allen Löchern und rotzt gepflegt auf die Bühne. Die Band teilt sich brüderlich das einzige Handtuch auf der Bühne. Hach, was hab ich Punkrock vermisst. Die Kamera kommt jedenfalls weg, auch wenn die Bilder bis dahin nur so halbgut geworden sind. Egal, ich muss mitmachen. Wer stehen bleibt, ist selbst schuld.

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Der kleine Mosch vor der Bühne feiert nach der Hälfte des Konzerts alles, egal ob alt oder neu: „Hold your hand“, „Secret History“, „Black Keys“. Nach ca. einer Stunde verkündet die Band, dass wir alle super sind, sie jetzt noch zwei Stücke spielen, und dass dann gesoffen wird. Keine Zugabe, Motherfucker. Die Fans bleiben. Irgendwer hat Geburtstag. Ich bestelle mir noch ein Bier und bleibe.

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Ach ja, besser als ein Mann mit Tattoos und Bart ist übrigens ein Drummer mit Tattoos und Bart. Isso. Die Minutes kommen wieder auf die Playlist. Wenn ich eine Chance habt, sie irgendwo zu sehen, dann macht das bitte.

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