Metronomy, 14.12.2014, Live Music Hall

Metronomy live in Köln

Es ist Mitte Dezember. Eigentlich hatte ich meine Top-10-Liste des Jahres schon so gut wie fertig, und dann das! Mein letztes Konzert in 2014, und Metronomy machen den Sonntagabend zur Wochenendparty und alle feiern, als gäb’s kein Morgen.

Der Abend fängt gleich gut an: Vorband-Love für Teleman. Die solltet ihr euch dringend mal ansehen. Darüber später mehr.
Als Metronomy den Vorhang lüften (die Instrumente sind tatsächlich den Auftritt der Vorband über mit Tüchern bedeckt, damit wir nicht schon vorher alles sehen), erwarten uns: weiße Instrumente, Diskokugeln und bunte Strahler, die fünf in weißen Anzügen. Everybody say FUNK.

Metronomy_2014_Köln

Die ersten drei Songs fotografiere ich, also bekomme ich von der Menge nichts mit. Das Licht ist schlimm. Viel schlimmer ist noch der Nebel auf der Bühne. Ich muss die Band regelrecht mit der Kamera suchen. Die Bilder sind daher sehr blass geworden. Schade, denn der Abend war der BUNTESTE seit langem.
Nach „Love Letters“ tauche ich aus dem Graben auf und sehe erstmal, was hier los ist: Die Leute tanzen wie die Irren. Und das wird von Lied zu Lied entspannter. Gbenga am Bass macht es vor, die Menge folgt. Dance like everybody is watching. Metronomy sieht gut aus da oben, das muss man Ihnen lassen.
„The Look“ und „Aquarius“ gleich hintereinander setzen den Maßstab für mehr.

Metronomy_2014_Köln

Die fünf wechseln Instrumente und tanzen mit, wenn sie gerade „nichts zu tun“ haben. Da vergisst man schon mal, welchen Wochentag wir heute haben. (Joseph bedankt sich nett, dass wir alle am Montag zum Konzert kommen, bis ihm jemand verrät, dass heute Sonntag ist. Ist aber auch egal – aufgrund der Stimmung im Publikum wird der Abend kurzerhand zum Samstag gekührt.)

Metronomy_2014_köln

Warum ich meine Die-besten-Konzerte-des-Jahres-Liste noch einmal überdenken muss? Weil mir erst hier auffällt, wie selten ich dieses Jahr ein so gut gelauntes Publikum gesehen habe. Die Kölner sind in der Hinsicht dieses Jahr ehrlich nicht so fit gewesen. Aber: Auch die Band muss dafür arbeiten.

Metronomy_2014_live

Metronomy haben sich die perfekte Stimmung verdient. Am Ende des Abends, nach einem laaaaaangen Instrumentalteil, der aber keine Sekunde langweilig war und drei weiteren Songs als Zugabe, tun mir die Füße weh wie schon lange nicht mehr.
Das neue Album „Love Letters“ muss ich mir gleich noch mal anhören.
Im nächsten Jahr bitte wieder mehr davon.

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