Re:publica 2014 Rü:ckblick

republica2014

Drei Tage Menschenmassen, Netzthemen, Twitternamen als Selbstverständlichkeit, Bloggerpromis in allen Ecken und kein Problem, wenn man ohne Unterbrechung am Tablet hängt. Wie anstrengend so eine Konferenz ist, merkt man besonders am letzten Tag, wenn alle leicht erkältet und müde in den Panels sitzen.
Ich bin beruflich auf vielen Konferenzen unterwegs, aber keine ist so umfangreich, spannend und anregend wie die Re:publica. Da laufen teilweise 8 Vorträge und Workshops gleichzeitig, von denen sich mindestens die Hälfte superinteressant anhört… Wie gut, dass man sich im Nachhinein fast alles als Aufzeichnung auf YouTube ansehen kann.

1a-Paparazzi-Foto von Herm und Nilz

1a-Paparazzi-Foto von Herm und Nilz

Meine persönlichen Highlights waren der sehr sympathische Sketchnote Workshop, bei dem ich tatsächlich ansehnliche Männchen hinbekommen habe, Sascha Lobos „Rede zur Lage der Nation“, ein kleiner Vortrag über Social Commerce bei Dawanda, neue Modelle zur Monetarisierung im Online-Journalismus und klar, Nilz und Herms Bingo. Den PR-Besuch von David Hasselhoff lasse ich jetzt mal aus… Der war eh nur dazu gut, dass alle Re:publica-Besucher ihren alten Knight-Rider-Fan-Mumpitz noch mal rauskramen konnten. (PS – ich habe gewonnen)

Miriam und K.I.T.T. 1992

Miriam und K.I.T.T. 1992

Neben den netzpolitischen Themen dominierte besonders eines: Offtime, Rückzug, digitale Abhängigkeit. Wenn man durch die große Halle der Station Berlin, auf den Hof oder die einzelnen Panels guckte, war das schon ein wenig seltsam – Smartphones und Laptops überall! Und das WiFi hat gehalten, dafür schon mal Kompliment.
Für mich waren diese Vorträge wirklich etwas seltsam. Dieses ganze „wir müssen uns mehr auf die Menschen und nicht die Medien konzentrieren“. Für mich schließt das eine das andere nicht aus! Schon in Zeiten vor Facebook und Co. gab es Leute, die ihrem Gegenüber nie wirklich zuhörten, weil irgendwo etwas Spannenderes passieren könnte, auch ohne Smartphone. Das liegt nicht an der Technik, sondern daran, dass ihr euch mit komischen Leuten herumtreibt. Oder „he is just not that into you“. Face it. Aber von dem Thema werden wir in nächster Zeit wohl noch mehr hören.

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Gemein übrigens: gleich nach der Anmeldung am Montag Abend packte mich die schlimmste Erkältung. Ich habe mich also nur mit viel Hilfe aus der Apotheke durch den Tag geschleppt und die Partys und das Netzwerken so gut es geht ausgelassen. Re:Schlafen. Und das ist gar nicht so einfach, weil man dort an jeder Ecke Menschen trifft, die man kennt oder die man kennenlernen möchte.
Naja, nächstes Mal… Der Termin steht nämlich schon fest: Die Re:publica 2015 ist in der Woche von 04. Mai 2015!

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