Adam Green, 03.02.2014, CBE

Adam Green in Köln

Ein Abend, an dem mein 20-jähriges Ich grinsend an der Seite steht, weil es keine zwei Meter von Adam Green entfernt ist. Hach.
Obwohl ich gesundheitlich nicht so fit bin, kann ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Ursprünglich war das Konzert im Stadtgarten geplant – wurde aber schnell in den wunderbaren Club Bahnhof Ehrenfeld verlegt.

Adam Green in Köln

Das Publikum ist eine breite Palette an Charakteren und schrägen Vögeln: junge Mädchen, wilde Damen, schicke Hipster, ein paar Opas, ein Pärchen hat sogar seine zwei 10jährien Töchter dabei. Die Bühne ist leer bis auf einen Stuhl im Hintergrund. Das ist ja auch schließlich ein Akustik-Konzert und Adam Green wird nur auf der Gitarre begleitet. Trotzdem tanzt er wild und ständig. Sofern man das tanzen nennen kann: Er macht entweder Sexmoves oder tanzt wie ein Fisch. An den Anblick wie er „Choke on a cock“ vor den 10jährigen singt, muss ich mich erst gewöhnen.

Adam Green in Köln

Adam Green ist wohl schon seit einigen Tagen in Köln. Er kann jedenfalls schon Bierflaschen mit den unnützen Wasserflaschen am Bühnenrand aufmachen, und schwaaaaden kann er auch. Er redet viel, erzählt uns von seiner Kickstarter-Kampagne, High-fived das Publikum nach jedem Song.
Nach der Hälfte gibt er dann die Setliste auf und performed auf Zuruf – auch Songs, von denen er den Text schon gar nicht mehr richtig kann. Egal, das Publikum verzeiht ihm und hilft aus. Adam lacht sich über sich selbst kaputt.

Adam Green in Köln

Altert der Mann eigentlich? Ich bin davon überzeugt, dass er eigentlich Dorian Gray ist. Nur lustiger. Und dreckiger.
Nun bin ich keine 20 mehr. Heute fühle ich mich eher wie die große Schwester und schüttle vom Rand her lachend den Kopf.

Adam Green in Köln

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