The 1975, 14.11.2013, Luxor

The 1975 live in Köln

Wenn man das Publikum einmal verloren hat, ist es in der Regel schwer, es wieder zurückzugewinnen. Außer natürlich man spielt eine unglaublich gute Show. Oder das Publikum besteht zum größten Teil aus 16jährigen Mädchen.

Lets Face it, The 1975 sind doch mehr Teenie-Band, als ich gedacht hatte. Irgendwie leicht und tanzbar, und gleichzeitig sehr emotional. Vor ein paar Jahren hätte man vielleicht noch Emo gesagt. Wer 1 ½ Stunden zu spät auf die Bühne kommt und dann auch noch so uninspiriert und traurig guckt, hat eigentlich einen Orden verdient. Oder einen Bravo-Otto. Das Publikum kreischt trotzdem. Und filmt und filmt und filmt – man wird das ganze Konzert also ohne Probleme später auf YouTube finden.

The 1975 live in Köln

Für das Luxor sind The 1975 trotz vieler Verstärker irgendwie zu leise. Die Stimme von Matt Healy ist dünn und leider klingt auch alles irgendwie ähnlich. Ich war nicht die einzige, die bei mehreren Songs bis zum Refain gebraucht hat, um das Lied zu erkennen. Das Gefühl, dass sie mit der Platte transportieren will live nicht recht Funken.

The 1975 live in Köln

Highlight des Abends sind dann auch für viele nicht die Hits „Chocolate“ oder „Sex“, sondern dass Sänger sein T-Shirt auszieht und sich halbherzig mit der Deutschlandfahne eines Fans bedeckt. Das ist DIE Foto-Op für alle Teens der ersten Reihe.

The 1975 live in Köln

Unterm Strich: Das war nicht so riesig. Das Album ist gut. Live müssen die Herren noch ein bisschen üben.

The 1975 live in Köln

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