Review: Delta Spirit – „Delta Spirit“

Delta Spirit bringen am 08.02. ein neues Album raus und ich durfte netterweise vorher mal rein hören:

Das erste Mal, dass ich etwas von Delta Spirit gehört habe, war eher ein Zufall. Eine Freundin und ich hatten zwar Zeit, aber kein Geld, und trieben und daher viel auf kleinen Konzerten herum. Dabei war auch Delta Spirit.
Das Konzert 2010 im Gebäude 9 war gut besucht, was wohl vor allem damit zusammen hing, dass die fünf Jungs aus San Diego gerade ihren Song „C’mon people“ in der Serie „Gossip Girl“ platziert hatten. Ok, kannte ich trotzdem nicht…

Eines kann ich jedenfalls gleich sagen: Delta Spirit sind eine wirklich gute Live-Band – kraftvoll, laut und treibend. Mit zwei Drumsets, schnodderigen Gitarren und einem hübschen Frontmann mit der gleichen Frisur wie ich (damals). Gut genug jedenfalls, dass ich mir am Merch gleich die CD gekauft habe.

Naja… die CD war ok, live waren sie viel, viel besser.

Nun veröffentlichen Delta Spirit also ihr neues Album – am 08.02. erscheint „Delta Spirit“. Ein Album nach sich selbst bennenen Bands ja normalerweise, wenn ihnen beim ersten Album nichts einfällt oder sie sich beim neuen Album ganz neu erfinden wollen.
„Wir haben endlich unseren Sound gefunden“, sagt Frontmann Matt Vasquez auf der Pressemitteilung, und schon wissen wir, worum es hier geht.
Und tatsächlich hat sich im Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas getan: Mehr Synthies, mehr Samples, mehr Experimente. Der etwas eingeschlafene Sound der letzten beiden Alben wacht wieder auf.

Pressefoto von Delta Spirit

Die erste Single heißt „California“ und riecht nach Frühling. Da geht es dem Thema der Platte folgend um Trennung und Erwachsenwerden und trotzdem bleibt es herzzerreißend optimistisch. „I want you to move to California for yourself, but not for me“, sinkt Matt da. Bei Schnee und Kälte in Deutschland bräuchte ich ehrlich gesagt auch keinen anderen Grund dafür.

Die langsamen Songs sind mir leider noch immer ein bisschen zu „Americana“, wie man so schön sagt. Die schnelleren Songs, „Tear it up“, „Idaho“ oder „Otherside“, gefallen mir dafür aber um so besser. Da spürt man das Potenzial, dass die Songs für die Liveshows bieten. Das sollte wieder gut werden. Und Laut.

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