Spector – Vorband der Träume

Hier eine tolle Geschichte. Alles wahr – wirklich.

Letztes Jahr saß ich im Büro und guckte mir an, was für Bands sich in den nächsten Monaten nach Köln verirren würden. Es war Freitag (und natürlich Mittagspause!!) und ich klickte so rum und machte mir Notizen. Neben einigen anderen interessanten Bands im Mai laß ich den Namen Spector. Mh, kam mir irgendwie bekannt vor, aber einordnen konnte ich sie nicht. Nach Homepage, Wikipedia und Besuchen diverser anderer Websites stand fest: Ja! Ja! Ja! Ich verliebte mich auf den ersten Klick in dieses Lied:

Spector – Chevy Thunder.
(gibt’s nicht auf Youtube..)

Toll. Wird gebucht. Und dann: NEIN! An dem Tag des Konzerts würde ich gar nicht in Köln, sondern in Berlin sein. Aaaah! Den restlichen Tag verbrachte ich also damit, rumzugrummeln und miese Stimmung zu verbreiten und gleichzeitig ohne Unterbrechung Chevy Thunder zu hören. Und obwohl das nicht zusammen passt, kann ich sagen, dass meine Kollegen an diesem Nachmittag nicht glücklich mit mir waren.

Naja, ich schüttelte meine schlechte Laune dann pünktlich zum Feierabend ab und machte mich auf den Weg zu Florence and the Machine, die ich an diesem Abend fotografieren sollte. Dazu muss ich kurz sagen: Es gibt hier keine Fotos von Miss Florence, weil ich unterschreiben musste, dass ich die Fotos nur für eine einzige Website nutzen werde. Und da ich dort über Musicheadquarter.de akkreditiert war, konnte man die Fotos auch nur da sehen.

Ich kam also pünktlich am E-Werk an (hört, hört), erledigte den Papierkram und durfte im Graben auf die Vorband warten. Außer mir war nur ein anderer Fotograf da, der Rest sparte sich wohl die Kräfte. Als dann zum ersten Mal am Abend die Lichter ausgingen, stapfte eine fünfköpfige Herrenband in schicken Anzügen auf die Bühne und ich stutzte. Öhm, die Brille kenn ich doch. Waaaaaarte mal…

„Hey Cologne, we are Spector.“

Whaaaaat?! An dem Tag, an dem ich die Band entdeckt und mich dann geärgert hatte, dass ich sie nicht live sehen kann, gehe ich auf ein Konzert und da spielen sie als Vorband. Das ist so viel Vorbandlove, dass ich es gar nicht aushalten kann.

Was soll ich sagen – die Band war toll. Leider passten sie mal so gar nicht zum Florence and the Machine Publikum, und das E-Werk ist ganz ehrlich viel zu groß für die Band. Die Begeisterung in der Halle, außer in der Ecke ganz vorne links (ich), hielt sich also sehr in Grenzen. Mir egal. Ich habe Spector live gesehen!

Übrigens: Das eigene Konzert im Mai in Köln hat die Band dann auch noch abgesagt, will es aber hoffentlich irgendwann nachholen. Ich wäre jedenfalls sehr froh, wenn ich dann auch in Köln bin.

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